weather-image
Hauptversammlung der Bückeburger Schützen / Satzung modernisiert

Nachwuchs hat der Schützenverein, aber kaum einer bleibt für länger

Bückeburg (jp). Mit mehrerenÄnderungen hat der Schützenverein Bückeburg seine Satzung modernisiert. Einstimmig folgten die Vereinsmitglieder bei der Jahreshauptversammlung den Vorschlägen des geschäftsführenden Vorstandes um den Vorsitzenden Rolf Netzer, die "Verfassung" des 122 Jahre alten Vereines heutigen Bedürfnissen anzupassen.

veröffentlicht am 21.01.2008 um 00:00 Uhr

Der Vorstand des Schützenvereins: Hans-Joachim Thiemann, 2. Vors

Zum letzten Mal war die Satzung 1990 geändert worden. So verzichtet der Schützenverein zukünftig auf das Amt des Presse- und Brauchtumswartes. Die Damenleiterin wird ab sofort von der Damenabteilung des Vereins gewählt und von der Jahreshauptversammlung nur noch bestätigt. Schriftführer, Schießsportleiter und Kassenwart können in Zukunft laut Satzung einen Stellvertreter an die Seite gestellt bekommen. Sorgenfalten bereitet weiterhin die Mitgliederentwicklung des Vereins. Trotz 14 Neueintritten sank der Bestand 2007 insgesamt von 264 auf 251 Mitglieder. Auch die Alterspyramide des Vereins werde immer kopflastiger. "Über 50 Prozent unserer Mitglieder sind zwischen 41 und 60 Jahren alt", erklärte der neue Schriftführer Georg Zwirkowski. "Das ist selbst für einen Schützenverein zu hoch." Zwar verfügt der Verein über eine recht aktive, 20-köpfige Jugendabteilung, doch wie in so vielen Vereinen bleiben davon bei Erreichen des Erwachsenenalters zu wenig übrig. So sind laut Georg Zwirkowski vor allem Mitglieder aus der Altersgruppe der jungen Erwachsenen zwischen 20 und 40 Jahren viel zu dünn gesät. Und auch bei der Jugend selbst wächst inzwischen zu wenig nach. Einer der Gründe dafür besteht im bundesdeutschen Waffengesetz, das es Kindern erst ab zwölf Jahren erlaubt, mit einer Sportwaffe zu schießen. Schon mehrmals, so konnte Jugendleiter Reinhard Kropp berichten, habe er am Schießsport interessierte Familien wieder unverrichteter Dinge nach Hause schicken müssen, da die Kinder das erforderliche Alter noch nicht erreicht hatten. Auch als sich der Schützenverein 2007 an der ARD-Aktion "Kinder sind Zukunft" beteiligte, fiel das Interesse des potenziellen Schützennachwuchses zu mager aus. Dieses Problem betreffe die meisten Schützenvereine, weshalb Kreisschützen-Präsident Harald Niemann darüber bereits mit den Jugendleitern der Schaumburger Schützenvereine bei einer Krisensitzung auf Kreisebene konferierte. Als Konsequenz möchte der Schützenverein Bückeburg ein Lasertrainingssystem beschaffen, an dem auch Kinder unter zwölf Jahren trainieren dürfen.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare