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Nachnutzung „dürfte nicht schwerfallen“

Stadthagen (ssr). „Nicht schwerfallen“ dürfte die Nachnutzung der Krankenhausgebäude in Stadthagen nach Inbetriebnahme des neuen Klinikums Schaumburg mit Standort Obernkirchen. Diese Überzeugung hat der zweite stellvertretende Stadthäger Bürgermeister Wolfgang Rehrmann (CDU) gestern auf einer Veranstaltung seiner Partei im Stadtgartencafé geäußert.

veröffentlicht am 07.04.2010 um 18:21 Uhr
aktualisiert am 04.12.2012 um 18:21 Uhr

Die Gebäude böten „beste bauliche Voraussetzungen“ vor allem für die Nutzung durch ambulante medizinische Einrichtungen, begründete Rehrmann seine optimistische Einschätzung. Für derartige Angebote gebe es über die dort schon ansässigen Praxen (beispielsweise Strahlentherapie und Hals,- Nasen-, Ohren-Praxis) hinaus weiteren Bedarf, sagte der Vize-Bürgermeister auf der von 20 Zuhörern besuchten Veranstaltung zum Thema „Das neue Klinikum – für Schaumburg ohne Alternative“.

Drewes: Notfalls Rückbau erwägen

Der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Gunter Feuerbach, hatte eingangs betont, die Veränderung eröffne für Stadthagen „die Riesenchance, künftig bei der Nutzung dieses Kernstücks der Innenstadt gestaltend mitzuentscheiden“. Wiederholt war in der öffentlichen Debatte in den vergangenen Monaten eine Teilnutzung durch das benachbarte Kreisaltenzentrum in Betracht gezogen worden. Auf einer Parteiveranstaltung in Lindhorst hatte CDU-Kreisvorsitzender Klaus-Dieter Drewes am Dienstag dieser Woche auch in Betracht gezogen, für den Fall, dass es keine ausreichende Nachnutzung gebe, müsse notfalls „zurückgebaut“ werden.

Feuerbach führte aus, er rechne mit der Fertigstellung des neuen Klinikums zwischen Gelldorf und Vehlen frühestens für Ende 2013. „Wenn es erst im Laufe des Jahres 2014 fertig werden würde, wäre das auch nicht schlimm.“ Für das Krankenhaus in Stadthagen stehe jedenfalls fest, „dass dieses bis zum letzten Tag vor der Fertigstellung des Neubaus unter Volllast gefahren werden muss“. Schließlich müsse die Versorgung der hiesigen Patienten sichergestellt werden.

Vor dem Hintergrund dieser Zeitschiene müsse die Stadt Stadthagen „sehr erpicht darauf sein“, verlangte Feuerbach, in den kommenden drei, vier Jahren genügend finanzielle Reserven zu bilden, „damit wir ab 2014/15 eventuell nötige Investitionen für eine sinnvolle Nachnutzung des Areals und der Gebäude sorgen können“.

Den Mitarbeitern auch des hiesigen Krankenhauses müsse mit Blick auf die Zeit bis 2014 „einiges zugemutet werden“, um das jährlich insgesamt rund sieben Millionen Euro betragende Defizit der beiden Kreiskrankenhäuser einzudämmen, sagte Feuerbach. Noch sei man „mit harten Bandagen dabei, Art und Größe der Maßnahmen zu bestimmen, wie diese Defizit-Minimierung erreicht werden kann“, führte der CDU-Politiker in Anwesenheit führender Vertreterinnen des Personalrats des Krankenhauses aus.



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