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SPD-Fraktion will Antrag am 11. Dezember stellen / Antje Rinne rechnet Bedarfsplanung nach

Nachmittagsbetreuung bereits ab März

Rinteln (wm). Die SPD-Fraktion will sich dafür einsetzen, dass in der Kinderkrippe Wichtelburg früher als geplant auch eine Nachmittagsbetreuung eingerichtet wird. Das teilte am Wochenende Fraktionsvorsitzender Klaus Wißmann mit.

veröffentlicht am 17.11.2008 um 00:00 Uhr

Wißmann geht davon aus, dass die Umbauarbeiten im Dachgeschoss für die Aufstockung der Krippenplätze mit Ruhe- und Bewegungsräumen in der Wichtelburg zügig vorangehen und die ersten Kinder bereits Anfang März nächsten Jahres aufgenommen werden können. Die Wichtelburg biete dann aufgrund ihrer großen räumlichen wie personellen Kapazitäten - 60 Kinder werden in vier Gruppen betreut - die Möglichkeit, schon Anfang nächsten Jahres Nachmittagsplätze und damit eine Ganztagsbetreuung einzurichten. Wißmann beantragte für seine Fraktion, das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung am 11. Dezember zu setzen. Der Rat solle dann zusätzliche Personalkosten für die Krippe in den Haushalt für das nächste Jahr einstellen. Zum Thema Kinderkrippen hat sich auch WGS-Ratsfrau Antje Rinne zu Wort gemeldet. Sie bezweifelt die Richtigkeit der von der Verwaltung vorgestellten Bedarfsberechnung für Krippenplätze (wir berichteten). Rinne kritisiert die in der Bedarfsanalyse getroffene Differenzierung nach Krippenbetreuung und altersgemischter Betreuung: "Bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres sind alle Kinder nach dem Kindertagesstättengesetz Krippenkinder", so Rinne. Für diese Altersgruppe, in der das Fundament für jegliche darauf aufbauende Bildung angelegt werde, sei die Krippengruppe mit maximal 15 Kindern die richtige Betreuungsform. Altersübergreifende Gruppen, in denen Zweijährige in Gruppen mit Drei- bis Sechsjährigen gemeinsam betreut werden, seien deshalb stets die schlechtere Lösung, weil in solchen Gruppen mit 25 Kindern weder dem Betreuungs- und Zuwendungsbedarf der Kleinen entsprochen werden könne, noch den ganz anderen Bedürfnissen der angehenden Schulkinder. Altersübergreifende Gruppen sieht Rinne deshalb nur als Notlösung oder Übergangslösung an, wenn zum Beispiel die Einrichtung einer Krippengruppe geplant ist. Wißmann sieht die Situation gelassener vor dem Hintergrund der sich immer wieder verändernden Kindergartenlandschaft: Die Verwaltung werde wie bisher den Bedarf an Krippenplätzen und Betreuungszeiten unter Berücksichtigung der Situation in den Ortsteilen beobachten und bei Bedarf entsprechende Vorschläge zur Ausweitung des Angebots machen.



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