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Nachhaltigkeit

Wie Nachhaltigkeit gelebt wird

veröffentlicht am 09.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.10.2009 um 13:44 Uhr

Nachhaltigkeit ist die Frucht unseres Lebens.
 Foto: djd/Skandia

Wie Nachhaltigkeit gelebt wird Schon heute an morgen denken

Hand auf’s Herz: Leben und Konsumieren Sie nachhaltig? Wie groß ist der „Ökologische Rucksack“, den Sie durch Ihren Lebensstil produzieren? Zwei Fragen, die kaum ein Verbraucher beantworten kann, sondern meist mit der Gegenfrage kontert: „Nachhaltig – was meinen Sie damit?“

Nachhaltig zu leben und zu konsumieren bedeutet, bewusst einzukaufen – mit dem Ziel: Die Belastung der Umwelt und den Einsatz von Rohstoffen, den so genannten „Ökologischen Rucksack“ und die CO22-Bilanz, möglichst gering zu halten. Nachhaltig zu leben bedeutet, eine eigene Balance zwischen Ökonomie und Ökologie – also dem Haushaltsbudget und dem Umweltbewusstsein – zu finden.

Checkliste für den Alltag

Die Macht der Gewohnheit, eine gute Portion Spontanität aber auch Gedankenlosigkeit prägen den individuellen Lebensstil. Diesen nachhaltig auszurichten heißt nicht, ihn als „gut“ oder „schlecht“ zu bewerten. Entscheidend ist vielmehr das Herausarbeiten persönlicher Prioritäten, wenn es darum geht verantwortungsvoller zu leben.

Mit Checklisten kann jeder den aktuellen Stand in punkto Nachhaltigkeit für seinen Haushalt ermitteln, Empfehlungen ableiten und umsetzen. Das beginnt bei der Ernährung, geht über das Einkaufsverhalten, die Bevorratung und Verschwendung von Lebensmitteln bis zu Bereichen wie Kleidung, Haushaltstechnik, Energiesparen und Mobilität.

Aus ihrer praktischen Erfahrung als Referentin beim VortragService von Geld und Haushalt weiß Ursula Zörnig-Rische: „Die Umstellung fällt am leichtesten, wenn man mit einem Bereich beginnt und beispielsweise die Ernährung verändert oder häufiger auf das Auto verzichtet und mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln fährt.“

Für die Ernährung lautet ihre Nachhaltigkeitsmaxime: Weniger Fleisch- und Wurstwaren verzehren, denn ihre Produktion ist ebenso wie die Herstellung von zuckerhaltigen Lebensmitteln sehr energieintensiv und belastet die CO2-Bilanz. Und: Den Speiseplan auf saisonale Produkte aus der Region abstimmen (siehe auch Seite 13).

Eine nachhaltig geprägte Ernährungsweise sorgt vordergründig für Gesundheit und Wohlbefinden und hat meist nur einen geringen Spareffekt. Dieser fällt allerdings meist sehr deutlich beim bewussten ökologischen Konsum im Umgang mit Strom und Heizung aus. Wer Stromfresser konsequent vom Netz nimmt, den Kühlschrank nicht zu kalt einstellt, Lampen durch Energiesparleuchten ersetzt und richtig lüftet schont die Haushaltskasse merklich. „Einige Städte verschenken sogar Energiesparlampen, um einkommensschwache Haushalte zu unterstützen“, weiß die Ursula Zörnig-Rische.

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