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Künstler Norbert Rob Schittek startet Benefizaktion für die "Tafel"

Nachbarschaftshilfe vom Professor

Bad Nenndorf (tes). Kunst kann man nicht essen. Aber Kunst kann helfen, Bedürftige satt zu machen. Der Bad Nenndorfer Künstler Norbert Rob Schittek öffnet sein Atelier im alten "Ratskeller" an den folgenden drei Sonntagnachmittagen und verkauft dort seine Werke. 50 Prozent vom Erlös geht an die Nenndorfer Tafel.

veröffentlicht am 27.11.2008 um 00:00 Uhr

DRK-Kreisgeschäftsführerin Ursula Krüger (r.) und Koordinatorin

Diese Aktion kennt nur Gewinner: Die Tafel vom Roten Kreuz und ihre Kunden werden unterstützt, die Käufer profitieren von günstigeren Atelier-Preisen und der renommierte Künstler Schittek erreicht ein großes Publikum. Für den Architekten und Bildhauer sei die Kunst eine Reaktion auf den Grad der Selbstbestimmung gewesen. Dessen Werke haben daher viel mit den klaren Strukturen in der Architektur zu tun. Kunstliebhaber können am 30. November sowie am 7. und 14. Dezember jeweils von 15 bis 18 Uhr für kleineres Geld als in der Galerie ein hochwertiges Kunstwerk ergattern. Ein Siebdruck ist im Atelier an der Rodenberger Allee 13 bereits ab 30 Euro erhältlich. Erst kam die Tafel, dann Schittek. Mittlerweile habe sich eine gute Nachbarschaft entwickelt, berichtet der Professor für Gestaltung und Darstellung an der Leibniz Universität Hannover, Fakultät für Architektur und Landschaft. Kein Wunder, dass sich der Künstler entschieden hat, diese Benefiz-Aktion in Bad Nenndorf durchzuführen und nicht wie zuvor in Minden oder Stadthagen. "Die Tafel ist mein Nachbar. Man kennt und respektiert sich", erklärt er, wie wichtig es sei, den Blick für die Not nebenan zu behalten - abseits vom "Monopolyspiel" in der Finanzkrise. "Wo mal eben fünf Milliarden Euro auf den Tisch gelegt werden." Ursula Krüger, DRK- Kreisgeschäftsführerin, lobt die Initiative von Schittek: "Wir sind auf Spenden angewiesen, um die laufenden Kosten tragen zu können." Das Geld wird für die Zahlung von Nebenkosten an die Stadt sowie für Transporte gebraucht. "Der Bedarf in der Ausgabestelle steigt kontinuierlich",berichtet Koordinatorin Michaela Hinse, dass angesichts von immer mehr Bedürftigen die Lebensmittel knapp werden. "Wir werden allein in Bad Nenndorf am Ende dieses Jahres 3000 Menschen mehr versorgt haben als im Jahr zuvor."



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