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Mobiliar der Grundschule wird erneuert / Stühle und Tische für gesundes Sitzen gefordert

Nach zwölf Jahren wieder ran ans Werken

Niedernwöhren (gus). Die Grundschule Niedernwöhren bekommt neues Mobiliar. So viel steht fest. Welche Tische und Stühle angeschafft werden, ist zwar noch nicht abschließend geklärt worden. Der Ausschuss für Schule und Bildung der Samtgemeinde Niedernwöhren folgte aber der Empfehlung der Schulleitung, Möbel zu kaufen, die gesundes Sitzen ermöglichen.

veröffentlicht am 20.11.2008 um 00:00 Uhr

Die kommissarische Rektorin Elsa Banser hatte Roswitha Peeters, Vertreterin der dänischen Firma SIS, eingeladen, die Tische und Stühle mit neigbarer Sitz- beziehungsweise Schreibfläche vorstellte. Deren Beine sind höhenverstellbar, alles ist auf korrekte Körperhaltung ausgelegt. Dass die Politiker nicht in laute Jubelarien ausgebrochen sind, lag am Preis für die pfiffigenMöbel. 76 600 Euro würde die Ausstattung aller Klassenräume inklusive Tische und Stühle für Küche und Computerraum kosten. Dazu wünscht sich die Schulleitung die Einrichtung eines Werkraums. Seit zwölf Jahren gebe es keinen, betonte Banser - entgegen der entsprechenden Vorschrift im Schulerlass. Die Nachricht löste Verwunderung aus. Friedrich Möller (WGS), Klaus Tanski und Klaus Seehausen (beide SPD) sprachen den nötigen Anschaffungen für den Werkraum Priorität zu. Rund 20 000 Euro wären dafür im kommenden Samtgemeinde-Haushalt zu verankern. Geplant ist, den Werkraum zunächst mit dem Raum für die von der Verwaltung gewünschte Hortgruppe zu kombinieren. Erst wenn die Hortkinder im darauf folgenden Schuljahr in einen freien Klassenraum umziehen können, solle der Werkraum komplett fertiggestellt werden. Dass Hortkinder einen festen Raum haben, den sie nach eigenen Vorlieben gestalten können, ist Vorgabe bei der Einrichtung solcher Gruppen. Samtgemeindebürgermeister Fritz Anke erklärte, die Anschaffungen könnten auf zwei Jahre verteilt werden. Trotzdem wären auch dann noch enorme Ausgaben in 2009 zu tätigen. Möller sprach sich dafür aus, dass unbedingt ein Vergleichsangebot zu den SIS-Möbeln eingeholt wird. Allerdings soll auf vergleichbare Qualität geachtet werden, so Anke. Grundsätzlich signalisierten die Ausschussmitglieder Zustimmung für den Kauf gesundheitsfördernder Möbel. Mit dem Blick auf vorhandenen Nachholbedarf an den Grundschulen Lauenhagen und Meerbeck würden in den Folgejahren weitere Kosten anfallen. Auch deshalb soll geprüft werden, ob eine günstigere Variante möglich ist. Möller und Meerbecks Schulleiterin, Bernadette Menzel, betonten, dass alle Schulen einheitlich ausgestattet werden müssten. Der Anregung Möllers, es gehe auch ohne neigbare Tischplatten, widersprach Tanski. Der pensionierte Lehrer verwies darauf, dass gerade die Neigung dem Körper entgegen die Sitzhaltung verbessert, weil das Kind sich nicht so weit nach vorn beugen muss wie bei einer ebenen Schreibunterlage. Möller wagte ebenfalls einen Vorstoß dahin, nicht die von der Schulleitung gewünschten Einzel- sondern günstigere Doppeltische in Erwägung zu ziehen. Dies wurde von Menzel gekontert. Einzeltische seien praktischer für den Unterricht. So scheint derzeit alles auf neigbare Einzeltische und zugehörige Stühle hinauszulaufen. Allerdings soll bis zur Haushaltsberatung im Januar ein Vergleichsangebot vorliegen. Dann entscheidet der Rat abschließend über das zu bestellende Modell und den zeitlichen Ablauf der Anschaffung.

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