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VfL Bückeburg besiegt im Finale des Volksbank-Masters in Lüdersfeld den FC Stadthagen 3:0

Nach zehn Minuten ist der Drops bereits gelutscht

Fußball (ku). Nach dem Spiel um den dritten Platz ging es nahtlos weiter mit dem Finale beim 14. Volksbank-Masters Turnier in Lüdersfeld. Titelverteidiger VfL Bückeburg traf auf den FC Stadthagen, die neue Auflage des ewig jungen Duells, das schon seit Jahren besondere Emotionen bei den Schaumburger Fußballfans auslöst. Der VfL behielt die Oberhand und besiegte den Bezirksligisten mit 3:0.

veröffentlicht am 04.08.2008 um 00:00 Uhr

Der VfL Bückeburg verteidigt seinen Titel in Lüdersfeld. Fotos:

Nach dem Abstieg der Bückeburger in die Bezirksoberliga lagen dabei erstmals seit langen keine "Fußballwelten" mehr zwischen den beiden Kontrahenten. Allerdings sah die Realität auf dem Platz völlig anders aus. Den Anstoß am Mittelkreis führte Juliane Djouimai aus, Prokuristin des Hauptsponsors der Volksbank Hameln-Stadthagen. Ballbesitz für den VfL Bückeburg, Niklas Fritsche drang in den Stadthäger Strafraum ein, kam in optimale Schussposition und wurde von FC Abwehrakteur Kanaa Agebetiafa gnadenlos umgesäbelt. Schiedsrichter Dany Schmidt zögerte keinen Augenblick und deutete nach 40 Sekunden zum ersten Mal auf den Punkt. Niklas Fritsche trat selbst an und setzte die Kugel um Zentimeter neben den linken Pfosten in die Maschen. Keeper Ciro Miotti hatte zwar die Ecke geahnt, konnte den unglaublich platzierten Schuss aber nicht parieren. Anstoß für den FC, Ballbesitz für die Bückeburger, erneut ein starker Angriff aber Niko Werners Schuss konnte vom Stadthäger Keeper über die Latte gelenkt werden. In der 5. Minute der nächste VfL-Angriff, Stadthagen schien noch gar nicht auf dem Platz. Niklas Fritsche nutzte die Riesenlücke und verwandelte sicher und unhaltbar zur Bückeburger 2:0-Führung. Weitere fünf Minuten später war der Drops dann gelutscht. Erneut tankte sich Niklas Fritsche durch, erneut holte ihn Kanaa Agbetiafa von den Beinen, erneut gab es sofort einen Foulelfmeter, diesmal garniert mit einer gelben Karte für den Stadthäger. Den zweiten Strafstoß setzte Martin Prange eiskalt in die gleiche Ecke, Keeper Miotti hatte sich verkalkuliert und die andere Seite gewählt. Danach hätte die Partie eigentlich abgepfiffen werden können. Stadthagen enthüllte deutliche Defizite im Spielaufbau, Manuel Stahlhut und Heiko Schade sollten im Bückeburger Strafraum für Bewegung sorgen, kamen aber dabei zunächst kaum einmal in die Nähe der Strafraumgrenze. Bis auf einen aussichtslosen Schussversuch aus spitzem Winkel von Heiko Schade bis zur Pause wenig erwähnenswertes für die Kreisstädter. Dagegen erwischte es Attilla Boyraz bei einem Zweikampf mit Jean-Paul Thom in der 18. Minute ziemlich bitter. Er musste mit einer ausgekugelten Schulter ins Krankenhaus gebracht werden. Auch Bückeburg im Schongang, aber noch mit zwei starken Trefferszenen. Martin Prange drosch die Kugel in der 30. Minute nach schöner Vorarbeit von Fritsche genau an das Lattenkreuz, Fritsche scheiterte in guter Position am fair agierenden Agbetiafa. Eine Schrecksekunde für VfL-Trainer Timo Nottebrock: Niko Werner musste in der 15. Minute nach einer Adduktorenzerrung das Handtuch werfen. Nach dem Wechsel wurde die Partie fast ein wenig langweilig. Der FC versuchte zwar das Blatt noch einmal zu wenden und wurde etwas druckvoller. Man konnte zwar in ein paar Szenen durchaus ahnen, das es gar nicht so schwer werden könnte, die Bückeburger Abwehr ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Das spielerische Vermögen der Stadthäger reichte aber nie wirklich aus, aus dieser Erkenntnis Kapital zu schlagen und dem Spiel noch einen entscheidenden Impuls zu geben. Beide Mannschaften wechselten kräftig aus, ein richtiger Spielfluss blieb dabei auf der Strecke. Am Ende verteidigte der VfL hochverdient, wenngleich glanzlos, den Volksbank-Masters Titel. FC: Miotti, Briest (46. Syla), Hellmig, Agbetiafa, Reuther, Topcu, Döhring (60. Wolf), Jürgensen, Schade (79. Serhan), Boyraz (18. Yolac), Stahlhut. VfL: Engler, Könemann, Werner (15. Peter), Prange, Thom, Fritsche (80. Papenheim), Berkut (46. Buruk), Ercan (46. Schmalkoch), Benecke (58. Krasniqi), Steininger, Raschke (78. Reh).

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