weather-image
Bauprojekt zwischen Rehren und Hattendorf für 750 000 Euro / "Escher Loch" wird umgestaltet: Sechs Wochen Vollsperrung

Nach zehn Jahren: Spatenstich für lang ersehnten Radweg

Rehren (la). Mit strahlendem Gesicht sitzt der Auetaler Bürgermeister Thomas Priemer auf einem Bagger, der mitten auf der Landesstraße 439 am Ortsausgang von Rehren in Richtung Hattendorf steht. Das Lachen hat weniger mit der Vorfreude auf eine Baggerfahrt zu tun als mit dem symbolischen Spatenstich für den Radweg zwischen Rehren und Hattendorf: "Wir haben so lange auf diesen Tag gewartet, dass wir jetzt unheimlich glücklich über den Baubeginn sind."

veröffentlicht am 07.11.2006 um 00:00 Uhr

Das lange Warten hat ein Ende: Gestern hat die Firma NN Bau am O

Zehn Jahre hat es von der ersten Planung bis zum Baubeginn gedauert. Im Mai 2007, je nach Wetterlage auch einige Wochen später, sollen die ersten Radler über den 2,8 Kilometer langen und 2,50 Meter breiten bituminösen Verbindungsweg zwischen Rehren und Hattendorf rollen können. Die Gesamtkosten für das Projekt betragen 750 000 Euro. "Ein Teil des Geldes wurde bereits für den Grunderwerb ausgegeben. Die Gemeinde muss 25 Prozent der Kosten für den Radweg, also rund 100 000 Euroübernehmen, die weiteren Kosten übernimmt das Land", erläutert Priemer. Begonnen wurde gestern mit dem Radwegebau am Ortsausgang von Rehren. Von dort wird er auf der Südseite entlang der L 429 bis zum "Bültenbrink" geführt und schwenkt dann auf die nördliche Seite. So ist der Radweg für die Bürger "Am Horn" gefahrlos zu erreichen und auch mit der Autobahnauffahrt gibt es keine Probleme. Komplett umgestaltet wird das "Escher Loch". Die Verkehrsinsel und damit auch der darauf stehende Baum, müssen weichen. Es gibt nach dem Umbau nur noch eine Einfahrtspur nach Escher. Das Buswartehäuschen wird um 50 Meter in Richtung Hattendorf versetzt. Der Radwegebau wird außerdem genutzt, um eine neue Wasserleitung von Hattendorf bis Rehren zu verlegen. "Das ist eine wichtige Leitung, um die Ortsteile Hattendorf, Antendorf und Raden an das Verbindungsnetz zum Wasserverband Nord-Schaumburg anzuknüpfen. Bislang haben diese drei Ortsteile ihr Wasser aus Hessisch Oldendorf bekommen. Das wird sich im nächsten Jahr ändern", berichtet Priemer. "Mit dem Bau der Wasserleitung beginnen wir in jedem Fall in den nächsten Wochen, da wir im Winter keine Rohre schweißen können und der Fortgang der Bauarbeiten behindert werden könnte. Schließlich wollen wir so schnellwie möglich mit dem gesamten Projekt fertig werden", sagte Heinrich Neitz von der bauausführenden Firma NN Bau aus Hessisch Oldendorf. Während der gesamten Bauarbeiten müssen die Autofahrer auf der L 439 mit Behinderungen rechnen. Die Straße wird halbseitig gesperrt und der Verkehr über Ampeln geregelt. Während der Arbeiten im "Escher Loch" muss die Straße für rund sechs Wochen sogar komplett gesperrt werden. "An der Stelle ist es einfach zu eng, um den Verkehr einspurig laufen zu lassen, während meine Männer dort arbeiten. Das wäre zu gefährlich", erläutert Neitz.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare