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Ärgerlich: Mülltonnen-Codierung lässt auf sich warten / "Kissen erfüllen ihren Zweck nicht"

Nach WM-Jubel: "Riesendank an die Polizei!"

Rinteln (wm). Eine endlose Geschichte: Vor vier Wochen, so protestiert Erwin Brandt , habe die Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWS) angekündigt, dass die Restmülltonnen umcodiert würden. Seit vier Wochen stehe also seine Tonne draußen in der prallen Sonne statt im Schatten hinter dem Haus. Nichts sei geschehen. Die Tonne stinke und ihm stinke es auch: "Von Bürgern wird erwartet, dass sie pünktlich ihre Tonnen herausstellen - warum werden umgekehrt von der AWS die Termine nicht eingehalten?"

veröffentlicht am 12.07.2006 um 00:00 Uhr

"Tolle Stimmung nach dem WM-Spiel", findet Irmtraut Exner.

Den jüngsten Versuch, mit aufgepflasterten Kissen die Geschwindigkeit des Straßenverkehrs in der Bäckerstraße zu drosseln, sieht Anwohner Peter Hentschel sehr skeptisch. "Der Zweck der Kissen wirdüberhaupt nicht erfüllt", bemängelt Hentschel, "einige Mofa-Fahrer drehen hier sogar richtig auf, um die Hindernisse als Sprungrampen zu verwenden." Die vorgegebene Schrittgeschwindigkeit interessiere kaum einen der Durchfahrenden. "Wenn ich mich an das Tempo halte, hängen mir die Nachfolgendenfast auf der Stoßstange." Einen Riesendank an die Polizei spricht Irmtraut Exner aus. Die Beamten hätten nämlich nach dem Deutschlandspiel ganz gelassen dem Rummel auf den Straßen zugeschaut und seien auch bei Gehupe und Lichthupe nicht eingeschritten. Die überwältigend positive Stimmung sei so ansteckend gewesen, dass sie - sonst eher zurückhaltend - glatt mitgemacht und gehupt wie geblinkt habe. Exter-Anwohner wundern sichüber die Exkursion eines Baggers in die Exter. Der sei beim Rittergut in die Exter gefahren und man habe schon gehofft, er würde den Engpass dort verbreitern. Stattdessen sei der Bagger im Bachbett bis zur Holzbrücke gefahren, wo die vier Arbeiter hätten feststellen müssen: Da passt ihr Arbeitsgerät nicht drunter durch. Gut eine Stunde lang hätte sich der Bagger tiefer gegraben, bis er endlich unter der Brücke habe durchfahren können. Den Rest des Tages hätten Bagger und Arbeiter dann eine kleine Insel in der Exter von Treibgut und Bewuchs freigeräumt. Jetzt fragen sich die Anwohner, die gut in Erinnerung haben, dass von der EU geförderte Maßnahmen für den Hochwasserschutz geplant sind: "Soll das alles gewesen sein?"

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