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Burghof-Klinik schafft 36 Betten für stationäre Versorgung psychisch Kranker / Bis Juni bezugsfertig

Nach Tagesklinik jetzt Spatenstich für Psychiatrie

Rinteln (wm). Zweieinhalb Wochen nach der feierlichen Einweihung der Tagesklinik am Blumenwall mit 24 Plätzen ist gestern auf dem Gelände des Klinikums Schaumburg an der Virchowstraße der Grundstein für die psychiatrische Abteilung der Burghof-Klinik mit 36 Betten gelegt worden.

veröffentlicht am 19.12.2007 um 00:00 Uhr

Erdarbeiten, hier speziell für den Fotografen, mit Dr. Axel Weib

Andreas Küster, Prokurist der Firma Ofra Generalbau aus Beverungen, hatte gleich fünf Spaten mitgebracht, alle nagelneu, frisch geölt, mit denen unter anderem Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier, Dr. Axel Weibezahl und Heinz-Helmut Stege, Geschäftsführer der landkreiseigenen Wohnbau mbH, für die Fotografen ein ansehnliches Loch in den Rasen gruben. Jetzt müssen die Bagger ran, damit daraus eine Bodenplatte für die Immobilie wird. Der Landrat hob in seiner kurzen Ansprache vor allem das Engagement von Dr. Axel Weibezahl und Dr. Dagmar Rudolph Weibezahl hervor, die als Klinikbetreiber für die Realisierung ihres Konzepts hartnäckig gekämpft und damit letztlich auch das Ministerium überzeugt hätten. Es sei ein zukunftsweisendes Konzept in der veränderten Krankenhauslandschaft, so Schöttelndreier, das die richtige Zielrichtung verfolge: Kooperation und Bildung von Leistungsschwerpunkten, Medizin auf hohem Niveau, hier konkret die "qualitativ bessere, wohnortnahe Versorgung psychisch Kranker". Da die Burghof-Klinik auf ihrem eigenen Gelände aus Denkmalschutzgründen nicht habe erweitern können, sei mit der Burghof-Klinik der Neubau am Kreiskrankenhaus vereinbart worden, ein Umbau im Krankenhausgebäude selbst wäre unwirtschaftlich gewesen. Als Investor fungiert die Kreiswohnungsbaugesellschaft (Wohnbau) Schaumburg mbH. Die neue Klinik wird in Systembauweise mit rund 1 890 Quadratmetern Fläche als Flachbau erstellt und soll voraussichtlich bis Juni bezugsfertig sein. Als Vorteile für beide Seiten nannte Schöttelndreier: Die Burghof-Klinik zahle eine Kostenmiete, zusätzliche Erlöse erziele der Landkreis durch die Bereitstellung von ärztlichen, medizinischen, medizintechnischen und anderen Leistungen, die wiederum die Burghof-Klinik nicht selber einrichten müsse. Schöttelndreier: "Das ist Vernetzung und Kooperation par excellance!" Dr. Axel Weibezahl bedankte sich bei allen Akteuren auf politischer wie administrativer Ebene, die am Gelingen dieses Projektes mitgewirkt haben, vor allem für das Vertrauen, "das uns entgegengebracht worden ist". Mit der psychiatrischen Abteilung werde die Grund- und Regelversorgung für psychisch Erkrankte deutlich verbessert, neben der neu eröffneten Tagesklinik sei die Abteilung ein weiteres Glied in der Versorgungskette. Für Andreas Küster von Ofra-Generalbau war es der letzte Spatenstich in diesem Jahr. Am Freitag hatte Küster noch bei der Gründung eines Verwaltungsgebäudes in Korbach in Hessen mitgewirkt. Die Ofra Generalbau aus Beverungen, seit 45 Jahren im Geschäft, ist Spezialist für Krankenhausbauten wie Pflegeeinrichtungen und Verwaltungsgebäude und war unter anderem beim Bau des Universitätsklinikums Leipzig, der Klinik für Neurologie und Kinderpsychiatrie in Jena und des Westklinikums in Hamburg beteiligt.



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