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23°
Juni zu warm und trocken / Ab Mitte Juli meist trockenwarm und sonnig, teilsüber 30 Grad

Nach Sonne, Sonne, Sonne: Sommer pausiert

Landkreis. Während uns der Sommer am morgigen Samstag mit 25 Grad und viel Sonne nochmal einheizt, schaltet er ab Sonntag auf Sparflamme. Eingeleitet wird diese Pause durch die Kaltfront eines Tiefs bei Schottland, hinter der von Westen kühle Meeresluft einströmt. Sie wird uns mindestens bis zum Ferienanfang am Donnerstag erhalten bleiben. Das Wetter dazu: 21 bis 23 Grad am Tag, zwölf bis 14 Grad in der Nacht und immer wieder Regen, teilweise mit Blitz und Donner. Zum Wochenende könnte ein neuer Azorenhochkeil den Sommer dann wieder nach vorne bringen.

veröffentlicht am 04.07.2008 um 00:00 Uhr

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Autor:

Reinhard Zakrzewski

Geradezu lehrbuchhaft war der Wetterverlauf im Juni. Auf ein warmes und sonniges erstes Monatsdrittel, folgte der massive Kälterückfall der "Schafskälte", an die sich wie üblich im letzten Monatsdrittel nochmals eine sommerliche Phase anschloss. Markant waren die Temperaturgegensätze der ersten Dekaden. So sorgten sechs Sommertage mit 25 Grad und mehr bis zum 10. Juni im Schaumburger Land für ein Wärmeplus von rund 2,5 Grad, das durch die Schafskälte praktisch halbiert wurde. Wie tief der Fall war, zeigt das Monatsminimum vom 17. Juni in Bückeburg. In der eingeflossen Polarluft sank das Thermometer auf das Monatsminimum von 6,2 Grad, am Boden sogar bis auf zwei Grad. Heißester Tag war hier der 22. Juni mit 30,1 Grad. Insgesamt brachte es der Kreis Schaumburg auf sieben Sommertage (normal sechs) und denüblichen einen heißen Tag. Gemessen am Klimamittel 1961-1990 war der Juni in unserer Region um 1,8 Grad zu warm. Sorgen bereiteten wiederum die geringen Niederschläge, die mit 48 Liter/Quadratmeter (Bückeburg) verbreitet um ein Drittel hinter den Erwartungen zurückblieben. Nur örtlich konntenheftige Gewittergüsse die Monatsbilanz aufbessern (Bückeburg am 22. Juni, 30 Liter!). Gut meinte es die Sonne, die im Schaumburger Land rund 240 Stunden lang lachte (plus 41 Prozent). Für die anstehenden Ferienwochen ist die Siebenschläferregel von Bedeutung. Danach soll bekanntlich das Wetter am Siebenschläfertag (27. Juni) sieben Wochen lang anhalten. Diesmal war er leicht wechselhaft und relativ kühl. Doch Panik ist nicht angebracht, denn das Schicksal des Hochsommers hängt nicht von einem Tag ab. Fachleute betrachten für einen Hochsommertrend vielmehr den Zeitraum vom 27. Juni bis 10. Juli. Wissenschaftlicher Hintergrund der dann recht treffsicheren Siebenschläferregel, ist die große Erhaltungsneigung der Atmosphäre Ende Juni/Anfang Juli. Danach sieht es für die Urlaubswochen gar nicht so schlecht aus. Der Grund: Die Witterung der kritischen 14 Tage wird bis zum 10. Juli zwar leicht wechselhaft, aber insgesamt nicht unfreundlich und etwas zu warm sein. Auch die geradeüberstandene Hitzewelle kam genau zur rechten Zeit. So können wir uns bis Mitte August auf überdurchschnittlich warmes und sonniges Wetter freuen, wobei sich Regen und kühle Temperaturen ab Mitte Juli zurückhalten sollten. Ableger des Azorenhochs werden hin und wieder für kurze Hitzewellen mit 30 Grad und mehr sorgen, die durch Gewitterfronten aus Westen wieder beendet werden. Die anschließende Abkühlung wird sich bei vorwiegend westlichen bis südwestlichen Winden aber in Grenzen halten, sodass die Tagestemperaturen meist noch über 20 Grad liegen. Der Wermutstropfen: Stabile Verhältnisse, sprich anhaltende Hitze, kann nur ein Skandinavienhoch bringen, dass für einen norddeutschen Sommer eher untypisch ist. Fazit: Im Gegensatz zum letzten Jahr, werden wir beim Urlaubswetter diesmal wohl zu unserem Vergnügen kommen.



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