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Nach schwierigen Jahren macht sich der Aufschwung bemerkbar

Reiner Brombach

veröffentlicht am 31.12.2007 um 00:00 Uhr

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Bürgermeister

Der Kalender 2007 hat in Kürze ausgedient. Die besinnliche Weihnachtszeit ist vorüber; der Jahreswechsel und damit auch neue Herausforderungen kündigen sich an. Für uns alle ist daher der Zeitpunkt gekommen, auf das Jahr 2007 mit all seinen Höhen und Tiefen zurückzublicken sowie einen Ausblick auf 2008 zu wagen. Anfang des Jahres machte der schwere Sturm Kyrill von sich reden, der in weiten Teilen Deutschlands ganze Wälder verwüstete. Die Wiederaufforstung wird noch Jahre in Anspruch nehmen. Weiterhin mussten sich die Deutschen mit den immer weiter steigenden Energiepreisen befassen. Hier scheint ein Ende der Preisspirale lange noch nicht erreicht. Zum Ende des Jahres bewegt jetzt das allgemeine Rauchverbot die Gemüter. Auch hier wird die Diskussion bis 2008 hineinreichen und möglicherweise die Gesetzeslage noch einmal modifiziert werden. Im Sommer war ganz Bückeburg auf den Beinen, um unseren Fürsten Alexander und seine Frau Nadja Anna in den Hafen der Ehe zu begleiten. Die Fürstenhochzeit war auch in den Medien ein vielbeachtetes Ereignis. In unserer Stadt ist mit der Erschließung des Neubaugebietes "Falkingsviertel" die Möglichkeit zum zentrumsnahen, ruhigen Wohnen für viele Familien geschaffen worden. Die Vermarktung läuft sehr gut an und zahlreiche Häuser wurden bereits gebaut. Auch in Evesen wurde mit der Erweiterung und dem Endausbau des Gebietes "Auf der Höhe" zur Verbesserung des Wohnungsangebotes beigetragen. Aus straßenbaulicher Sicht ist neben der Bepflanzung des Kreisverkehrs an der Scheier Straße besonders der Ausbau des zweiten Teilbereiches des Gewerbegebietes Kreuzbreite sowie die Anlegung eine Großparkplatzes durch die Fürstliche Hofkammer zu nennen. Angelaufen ist 2007 die Planung für den neuen Regioport in Minden, an der auch die Stadt Bückeburg beteiligt und im Planungsbeirat vertreten ist. Die Planung für ein fahrradfreundliches Bückeburg ist durch die Gründung eines Arbeitskreises ebenfalls angelaufen. Umfangreich saniert wurde das stadteigene Gebäude der ehemaligen Hofapotheke - die umgestaltete Gaststätte ist ein Blickfang am historischen Marktplatz. Weitere Umbaumaßnahmen gab es auch im Eingangsbereich des Hallenbades, der komplett neu gestaltet wurde. Bückeburg hat auch in 2007 die Weiterentwicklung als familienfreundliche Stadt betrieben. Eltern werden mit der Einführung des beitragsfreien dritten Kindergartenjahres entlastet, in der politischen Beratung für 2008 sind weitere Gebührenerleichterungen geplant. Auch die Betreuung in den Grundschulen konnte mit der Anerkennung der Grundschule Am Harrl als volle Ganztagsschule erheblich verbessert werden. Abgerundet wird das Angebot durch das neue Familienservice-Büro und die Einstellung einer Fachkraft für Sprachförderung in der städtischen Kindertagesstätte. Die Organisationsstruktur der Stadtverwaltung hat sich 2007 geändert und weist nun drei Fachbereiche mit sechs Fachgebieten auf. Auch wurde eine neue ehrenamtliche Frauenbeauftragte eingestellt. Kulturell hatte das zurückliegende Jahr wieder zahlreiche Höhepunkte zu bieten: Neben der "Landpartie" wurde der "Weihnachtszauber" erstmalig auf zwei lange Wochenenden ausgedehnt und bescherte dem Schloss und der Stadt rund 50 000 Besucher. Die "Lange Nacht der Kultur" war ebenso ein Erfolg wie das Bürgerschießen, der Granitball und "Bückeburg kocht über". Im Dezember schufen die Eisbahn auf dem Marktplatz und der Weihnachtsmarkt mit vielen Einzelveranstaltungen wieder ein winterliches Ambiente. Die Partnerschaft mit Sablé-sur-Sarthe hat durch die Feierlichkeiten zum 40. Jubiläum in Frankreich, an der neben einigen Freunden aus der holländischen Partnerstadt Nieuwerkerk auch eine Delegation des Stadtrates teilnahm, neue Impulse erhalten. Zum Gedenken an die jüdischen Gebrüder Muckermann wurde die Durchgangspassage zum Dr.-Witte-Platz in "Muckermann-Passage" umbenannt. Für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr ging mit dem Abschied des langjährigen Stadtbrandmeisters Hannes Malsch eine Ära zu Ende. Doch auch beim neuen Stadtbrandmeister Dirk Hahne und seinem Stellvertreter Günther Grinke werden die Belange der Feuerwehr in kompetenten Händen liegen. In Röcke wechselte der Ortsbrandmeister, auch die Sanierung des Feuerwehrhauses konnte abgeschlossen werden. Weiterhin wurde für Cammer ein neues Feuerwehrfahrzeug angeschafft. In diesem Zusammenhang möchte ich allen anderen ehrenamtlich Tätigen in unserer Stadt für ihren Einsatz und ihr Engagement herzlich danken. Zur Stärkung des Ehrenamtes wird 2008 die niedersächsische Ehrenamtskarte eingeführt, die ihren Inhabern zahlreiche Vergünstigungen einräumen soll. In kommunalpolitischer Hinsicht hat sich der im September 2006 neu gewählte Rat zwischenzeitlich mit allen seinen Ausschüssen etabliert und zu einer konstruktiven Zusammenarbeit gefunden. Nach einigen finanziell schwierigen Jahren hat sich nun doch der wirtschaftliche Aufschwung bemerkbar gemacht und die Haushaltslage der Stadt hat sich stabilisiert. Die Pro-Kopf-Verschuldung in Bückeburg liegt erheblich unter dem Landesdurchschnitt, und im kommenden Jahr können wieder einige Investitionen getätigt werden, die zum Teil über Jahre hinweg verschoben werden mussten. Für 2008 kann Bückeburg als erste Gemeinde im Landkreis Schaumburg einen beschlussfähigen so genannten "doppischen" Haushalt mit Produktbuch, Berichtswesen und flächendeckender Kosten- und Leistungsrechnung vorlegen. Beschäftigen wird uns auch weiterhin der geplante Neubau und die schwierige Finanzierung der Erweiterung des Hubschraubermuseums sowie die Neukonzeption im Heimatmuseum. Wie Sie sehen, liegen also zahlreiche neue Aufgaben vor uns und vor Ihnen allen. Für das kommende Jahr 2008 wünsche ich allen Bückeburger Bürgerinnen und Bürgern - auch im Namen des Rates und der Verwaltung - Kraft, Gesundheit, Frieden und persönliches Glück.

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