weather-image
Fachbereich soll geteilt werden / Zweieinhalb Stellen könnten abgebaut werden

Nach Organisations-Untersuchung: Griese baut Verwaltung um

veröffentlicht am 25.04.2016 um 13:25 Uhr
aktualisiert am 25.04.2016 um 18:42 Uhr

Foto: pixabay (cc)

Die Experten schlagen vor, den mit 265 Mitarbeitern größten Fachbereich der Verwaltung zu teilen und neu zu organisieren. Künftig soll es einen Fachbereich „Bildung und Familie“ und einen Fachbereich „Kultur“ geben.

 

Die betroffenen Mitarbeiter sowie die Spitzen der Ratsfraktionen wurden jetzt von Oberbürgermeister Claudio Griese und Vertretern des Beratungsunternehmens BSL über die geplanten Änderungen informiert. Rathauschef Griese sieht sich in seiner Einschätzung bestätigt, dass ein so großer Fachbereich mit so komplexen und schwierigen Aufgaben „nur sehr schwer arbeitsfähig“ sei. „Es ist der richtige Schritt, diesen Fachbereich zu teilen und neu auszurichten“, sagt Griese. Damit werde die im Jahr 2004 vollzogene Zusammenlegung der Bereiche Kultur und Schulen revidiert.

 

Schon in seiner damaligen Funktion als CDU-Fraktionsvorsitzender hatte sich Claudio Griese dagegen gewehrt, die seit 2011 vakante Position des Fachbereichsleiters Bildung, Familie und Kultur neu zu besetzen. „Wir wollten nicht, dass hier ein weiterer Mitarbeiter verheizt wird“, begründet Griese seine ablehnende Haltung. Nun sehe er die Chance für einen Neubeginn.

 

Dazu gehört auch, dass nach dem Vorschlag von BSL die einzelnen Abteilungen neu zugeordnet werden. Innerhalb des Fachbereichs Kultur sollen künftig die Abteilungen Kulturverwaltung und -förderung, die Stadtbücherei, das Museum und das Theater mit dem Veranstaltungsverbund arbeiten. Der Fachbereich Bildung und Familie soll sich aus den Abteilungen Schulen und Sport, Familie und Soziales, Kindertagesstätten sowie der Musikschule zusammensetzen. Geplant ist, die Referate „Kommunales Bildungsmanagement“ und „Familie und soziale Entwicklung“ aufzulösen; deren Aufgaben und Funktionen sollen auf die Abteilungen und Fachbereichsleitungen übertragen werden. Das Stadtarchiv wird laut BSL-Empfehlung künftig innerhalb des Fachbereichs „Steuerung und innere Dienste“ arbeiten.

 

Griese spricht von einem „in sich schlüssigen Konzept, das geeignet ist, die enormen Herausforderungen zu bewältigen“. Nun hat die Politik das Wort: Die Veränderungen haben Auswirkungen auf den Stellenplan der Stadt, so dass der Rat zustimmen muss. Das neue Organisationsmodell soll nach dem Willen Grieses zum 1. Januar 2017 in Kraft treten.

 

Die Empfehlungen der Experten beschränken sich nicht nur auf organisatorische Veränderungen. Die Mitarbeiter haben Vorschläge aufgelistet, die zu Einsparungen und Serviceverbesserungen führen sollen. So regen die Experten auch an, die Öffnungszeiten der Stadtbücherei auszuweiten, die Artothek aufzulösen, ein Sportentwicklungskonzept erarbeiten zu lassen und die Musikschule weiterzuentwickeln, um stärker Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen und bildungsfernen Familien zu erreichen.

 

Die Einsparvorschläge betreffen auch den Personalbereich.  Zweieinhalb  Stellen könnten – bezogen auf alle Abteilungen im Bereich Bildung, Familie und Kultur – nach den Erhebungen eingespart werden.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare