weather-image
Ursachenforschung für Rückgang im vergangenen Jahr noch nicht abgeschlossen

Nach langen Diskussionen steht fest: Neuauflage der Sommeruni kommt

Rinteln (wm). Im nächsten Sommer, entweder zu Beginn oder zum Ende der Sommerferien, soll es wieder eine Sommeruniversität in Rinteln geben - Ergebnis einer Sitzung am Montag in Stadthagen, an der unter anderem die VHS-Direktorin Undine Rosenwald-Metz, Uni-Organisator Günter Kania und der Pressesprecher des Landkreises, Klaus Heimann, teilgenommen haben.

veröffentlicht am 15.11.2006 um 00:00 Uhr

Übereinstimmend meinten die bisherigen Teilnehmer: "Ermutigt zum

Im Vorjahr hätte die dritte Sommeruniversität in Rinteln stattfinden sollen und war wegen zu geringer Teilnehmerzahlen - 74 Jugendliche hatten sich angemeldet - in letzter Minute abgesagt worden. Warum die Teilnehmerzahl derart eingebrochen ist, sei den Veranstaltern bis heute "unerklärlich", so Heimann. Dass Kompetenzprobleme zwischen den beteiligten Institutionen - der Stadt Rinteln, dem Landkreis, der Volkshochschule und Robin (Regionale Offensive für Bildung und Innovation) Ursache für einen schleppenden Entscheidungsprozess gewesen sein könnte, wie Insider erzählen, wollte Heimann nicht bestätigten. Robin-Mitarbeiterin Berbel Unruh, mit dieser Frage konfrontiert, legte gestern den Telefonhörer sofort wieder auf. VHS-Direktorin Rosenwald-Metz räumte immerhin ein, man werde überprüfen, ob nicht als Zielgruppen Eltern und Lehrer verstärkt angesprochen werden müssten. Dass die Mitarbeiter von Robin zu spät und unzureichend reagiert hätten, als Anmeldungen für die Uni nur spärlich eingegangen sind, wies Hei mann zurück, betonte allerdings, man werde für die geplante Sommeruni 2007 "die Projektverantwortlichen in die Pflicht nehmen". Eine Studie des Instituts für Entwicklungsplanung der Uni Hannover (IES) unter Regie von Beate Seusing stellt den beiden ersten Veranstaltungen aus Sicht der beteiligten Jugendlichen ein gutes Zeugnis aus. Die Uni erhielt von fast allen die Note "gut" und die Teilnehmer erklärten Beate Seusing, sie würden das Projekt uneingeschränkt weiterempfehlen: "Macht Spaß, ermutigt zum Studium!" 150 Studenten waren es bei der ersten Uni im Jahr 2004, im Folgejahr noch 130, im Vorjahr hatten sich 74 Studenten für die 85 angebotenen Semester und elf Einzelveranstaltungen von 33 Dozenten angemeldet. Ein Missverhältnis, so Heimann, das offensichtlich gewesen sei. Hätte man das Programm zusammengestrichen, wären die Teilnehmer möglicherweise enttäuscht gewesen - "das Risiko wollten wir nicht eingehen". Zumindest das finanzielle Defizit wäre - gemessen an den siebenstelligen roten Zahlen, die die Erlebniswelt Renaissance bislang geschrieben hat - doch sehr überschaubar gewesen: 30 000 Euro hatte die Uni 2005 gekostet, und rund die Hälfte dieser Kosten waren damals über die Teilnehmergebühren wieder hereingekommen.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare