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Betrieb in Winterpause / 70 Wagenladungen

Nach "Kyrill": Kompostplatz bietet Sonderöffnungszeiten

Bückeburg (bus). Beinahe analog des Sauseschritts, mit dem das Orkantief "Kyrill"über Schaumburg hinweg gezogen war hat die Stadt auf die Auswirkungen des Wintersturms reagiert: Am Wochenende unterbrach die Kompostierungsanlage in der Kornmasch ihre Winterpause und öffnete für zwei Tage ihre Pforten. "Damit wollten wir den Bürgern die Möglichkeit bieten, den außerplanmäßig angefallenen Strauch- und Baumschnitt rasch zu entsorgen", erläuterte Gärtner Frank Schulz, der auf der Außenstation des städtischen Bauhofs die Aufsicht führt.

veröffentlicht am 30.01.2007 um 00:00 Uhr

Das unbürokratisch organisierte Angebot stieß auf große Resonanz. Wo sich für gewöhnlich von Mitte Dezember bis Ende Februar "Fuchs und Hase gute Nacht sagen", herrschte am Freitag und am Sonnabend rege Betriebsamkeit. Mehr als 70 Fahrzeugladungen, bilanzierte Schulz, seien auf die Anlage gebracht worden. Am Sonnabendmittag türmten sich die Hinterlassenschaften von "Kyrill" auf einer eigens freigeräumten Fläche mehrere Meter hoch. Das angelieferte Material wird demnächst sortiert und geschreddert und anschließend etwa zwei Jahre lang in Mieten gelagert, wo es sich - mehrfach umgesetzt und gewässert - mit der Zeit zersetzt. Schließlich durch ein Trommelsieb geschickt wird sich das "Kyrill"-Holz am Ende des Prozesses als feine Komposterde präsentieren. "Die geben wir kostenlos an Interessenten ab", erklärte Schulz. Womit sich der natürliche Kreislauf, so die Erde zur Düngung neu angepflanzter Sträucher oder Bäume Verwendung finde, in zwei Jahren geschlossen haben werde. Für sämtliche angefahrenen Grünabfälle werden auf dem Kompostplatz pro angefangenen Kubikmeter 5 Euro, bis zu 0,5 Kubikmeter 2 Euro und für die Abgabe von Kleinstmengen Häckselgut ebenfalls 2 Euro verlangt. "Kleinstmengen" bedeutet: etwa eine Kofferraumladung voll.

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