weather-image
13°
In der ehemaligen Zuckerfabrik wird geschwitzt und gebaut / Wunsch: Bullimuseum-Eröffnung 2011

Nach Karamell riecht’s schon lange nicht mehr

Hessisch Oldendorf (ll). An diesen süßlichen Geruch, der in den 1960er Jahren in der Luft über der Kernstadt lag, konnten sich einige Besucher noch gut erinnern. „Ein bisschen nach Karamell roch es“, sagt Gästeführerin Gabriele Lingen über die alten Gemäuer der ehemaligen Hessisch Oldendorfer Zuckerfabrik.

veröffentlicht am 08.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

270_008_4258146_lkho102_09.jpg

Heute riecht es nicht mehr nach Karamell, aber förmlich nach Arbeit an diesem Standort. Und es wird auch weiterhin noch eine ganze Weile nach schweißtreibender Arbeit riechen: Die Planungen für das bald dort beheimatete Bullimuseum sind abgeschlossen. Bei den kommenden Aufgaben will die Interessengemeinschaft T 2 „nicht kleckern, sondern klotzen“. Mit dem Einzug des Bullimuseums wird das 135 Jahre alte Gebäude der Zuckerfabrik wieder zum Leben erweckt. Und damit wird auch ein Stück Hessisch Oldendorfer Industriegeschichte neu belebt. Lange galt die 1875 erbaute Zuckerfabrik als das „Wahrzeichen der Stadt“. Nach der Stilllegung im Jahr 1963, der Nutzung als Möbellager und nach einigen Jahren des Leerstands erhofft man sich nun, ein neues kulturelles wie touristisches Anlaufziel in der Weserstadt einrichten zu können. Im Erdgeschoss der ehemaligen Fabrik sind bereits etliche gut 40 Jahre alte VW-Transporter zu besichtigen. In den Stockwerken darüber glänzt derzeit nur der Beton auf den Fußböden. „Nach der Dachsanierung ist der Einbau eines Aufzugs der nächste große Schritt“, erklärt Roland Röttges. „Der ist Voraussetzung, damit wir die Fahrzeuge überhaupt in die zweite Etage bekommen“, fügt der Vorsitzende der Interessengemeinschaft T 2 an. Mehrere Arbeitswochenenden seien in diesem Jahr von den Freunden alter Bullis noch geplant. „Auch viele Hessisch Oldendorfer haben schon ihre tatkräftige Unterstützung angekündigt“, freut sich Röttges über den Zuspruch für die Pläne der Interessengemeinschaft. Eine größere Veranstaltung rund um das alte Industriegelände kündigt Roland Röttges für das erste Mai-Wochenende an. Zum 25-jährigen Bestehen des „VW-Synchro-Treffens“ werden sich Autoliebhaber aus ganz Deutschland mit etwa 200 Fahrzeugen in Hessisch Oldendorf blicken lassen und das Museum in Augenschein nehmen. Laut Röttges ist das alljährliche „Mai-Käfer-Treffen“ in Hannover am gleichen Wochenende eine ebenso gute Möglichkeit, weitere VW-Freunde auf das Bullimuseum aufmerksam zu machen und in die Weserstadt zu locken. Für die touristische Belebung sorgt die Interessengemeinschaft zunächst selbst: Eine Urlaubswoche jenseits des Schuftens in der alten Zuckerfabrik ist geplant. „Viele unserer Mitglieder kommen nicht aus der Region“, sagt Röttges. „Deshalb geht es einfach darum, Hessisch Oldendorf und die Umgebung kennenzulernen“, führt der Vorsitzende aus. Roland Röttges Traum ist die endgültige Fertigstellung des Bullimuseums im Jahr 2011. „Bis dahin liegt noch ein großer Klops vor uns“, sagt er. Für die Bullifreunde ist auch die gemeinsame Nutzung des vierstöckigen Fabrikgebäudes mit Hessisch Oldendorfer Vereinen vorstellbar. „Alle Stockwerke werden wir nicht brauchen“, sagt Röttges. Erste Gespräche zur gemeinsamen Nutzung seien bereits mit Musikverein und dem Culturverein gelaufen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt