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Goldene Hochzeit im Hause Buchta / Verliebt bei Sportfest in Finnland

Nach Jahren des Reisens im Auetal zu Hause

Hattendorf (la). "Eigentlich wollte ichüberhaupt nicht zu dem Sportfest", erinnert sich Ritva Buchta, geborene Virkkunen. Aber da es in ihrer finnischen Heimatstadt Saarijärvi in Mittelfinnland üblich war, entschloss sie sich doch dazu, beim Sportfest am Buffet zu helfen. "Dann fiel er mir sofort auf. Er sah gut aus, und ich wollte ihn kennen lernen", sagt Ritva Buchta und meinte damit ihren heutigen Ehemann Horst. Als Deutschlehrerin beherrschte sie die Sprache des Gastes, der als Maschinenbaupraktikant in Finnland war, und bediente ihn. Damit hat die Liebe begonnen, und gestern feierte das Ehepaar Buchta das Fest der GoldenenHochzeit.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 13:57 Uhr

Ritva und Horst Buchta sind seit 50 Jahren verheiratet. Foto: la

"Bis zur Hochzeit war es aber noch ein weiter Weg", erinnert sich die 79-Jährige. Ein Jahr lang schrieben sich die Verliebten nur. Dann reiste die Finnin nach Berlin und es wurde Verlobung gefeiert. Im nächsten Jahr sah sich das Brautpaar nur einmal im Urlaub, in der übrigen Zeit mussten Briefe ausreichen. Am 17. August 1957 wurde schließlich in Finnland geheiratet und Horst Buchta zog in den Norden, da seine Frau ihren Beruf als Lehrerin nicht aufgeben wollte. Doch der 75-Jährige hatte Sehnsucht nach seiner Heimat. "In Helsinki, wo wir damals wohnten, ging er immer zum Hafen", erinnert sich Ritva Buchta und so zog das Paar schließlich doch nach Berlin. Sesshaft wurden die Buchtas dort aber nicht. "Wir sind unheimlich oft umgezogen", sagt Horst Buchta. Das Paar lebte in Berlin, Kairo, Bad Nenndorf und Rodenberg, ehe es endlich in Hattendorf angekommen ist. Dort wurden sie sehr freundlich von den Nachbarn aufgenommen. "Während der Bauphase hatten wir oft Salat oder Erdbeeren unter der Treppe stehen und wussten zunächst nicht einmal, von wem diese Geschenke waren", erinnert sich Horst Buchta. Inzwischen gehört das Ehepaar lange zur Dorfgemeinschaft. Horst Buchta engagiert sich seit 1979 im Verein für Heimatpflege Auetal. Das große Steckenpferd des Professors für Maschinenbau ist das Fotografieren - sein liebstes Motiv die Süntelbuche. Schon zahlreiche Fotoausstellungen mit Motiven aus dem Auetal hat er organisiert. Neben der Tochter und dem Schwiegersohn kamen gestern auch vier Nichten aus Finnland und viele Freunde und Nachbarn zur großen Feier in die Weinschänke in Rohdental.

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