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Falk Giese will Catering im Betrieb ausbauen

Nach Jahren der Reise in Exten angekommen

Exten (who). "Zu Hause ist es am schönsten", weiß Falk Giese (27) nach über zehn Jahren beruflicher Wanderschaft. Der junge Extener hat viel von der Welt gesehen und will seinen Erfahrungsschatz aus Jahren in erstklassigen Häusern der Gastronomie und auch zur See auf Kreuzfahrtschiffen in den elterlichen Betrieb einbringen.

veröffentlicht am 21.11.2006 um 00:00 Uhr

Wieder zu Hause in Exten: Falk Giese.

Die Firma "Bauer Giese" ist mit der Heimkehr des zweiten Sohnes wieder unter einem Dach versammelt und sieht weiteren Entwicklungsschritten entgegen. Der Betrieb ist ein Beispiel für genutzte Chancen, auf der Basis von Landwirtschaft eine zukunftsorientierte Existenz zu schaffen. Der Hofladen mit Bioprodukten sowie Fleisch und Wurst aus eigener Hausschlachtung und der Partyservice mit uriger Marktgastronomie sollen jetzt eine stärkere Ausprägung in Richtung professionelles Catering bekommen. Die Richtung hatte Falk Giese schon 1995 eingeschlagen mit der Ausbildung zum Koch in der Grafensteinerhöh bei Familie Ott. Wo die Reise hingehen soll, weiß er jetzt ganz genau. "Ich habe inzwischen viel von der Welt gesehen, und jetzt bleibe ich endgültig hier", versichert er. Dabei hatte es anfangs nicht danach ausgesehen, trotz wiederholter "Gastspiele" im elterlichen Betrieb. Nach dem Wehrdienst als Koch bei den Heeresfliegern in Achum ging's erst einmal hinaus in die weite Welt. Im "Hotel Traube Tonbach" in Baiersbronn im Schwarzwald hat Giese die zweite Ausbildung zum Restaurantfachmann angehängt und Fünf-Sterne-Hotellerie kennen gelernt. In der "Schwarzwaldstube" als Aushängeschildfür deutsche Spitzengastronomie hat er die Gerichte des Drei-Sterne-Kochs Harald Wohlfahrt serviert. Fünf Sterne hat auch das "Suvretta House" inSt. Moritz in der Schweiz, in dem er sich Feinschliff beim Service geholt hat. Die Arbeit auf dem Luxuskreuzfahrtschiff MS Europa habt Giese weitüber Deutschland hinaus geführt. Die Enge in den Mitarbeiterkabinen sei dabei durch die Horizonterweiterung mehr als ausgeglichen worden, versichert er. Die Länder rund ums Mittelmeer, Skandinavien bis an die Eisgrenze bei Spitzbergen hat er gesehen - trotz Sieben-Tage-Woche und Zehn-Stunden-Tag. Die Weltreise mit dem schwimmenden Luxushotel vor drei Jahren führte über Bali, Hongkong, Shanghai und über den Pazifik nach Hawaii, Nord- und Südamerika zurück über Grönland nach Hamburg. Falk Giese hat den Sonnenaufgang an der Golden Gate Bridge erlebt, die Klippenspringer von Acapulco gesehen und die Wale vor Alaska. "Man muss das vielleicht zuerst gesehen haben, um zu wissen, zu Hause ist es am schönsten", meint er. Letzter Abschnitt: 2004 bis 2006 die Hotelfachschule in Hamburg und der Abschluss als "Staatlich geprüfter Hotelbetriebswirt" mit Schwerpunkt Catering-Management. Darüber, dass seine umfangreiche Ausbildung und die Fülle von Erfahrungen dem Familienbetrieb zu Gute kommen werden, ist sich der sesshaft gewordene Weltenbummler sicher: "Ich weiß, woher ich komme und wohin ich gehöre."

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