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Serie "Baudenkmale in unserer Stadt": Gelbe Fassade durch Ziegelmauerwerk ersetzt

Nach historischem Vorbild saniert: Das Haus Josua-Stegmann-Wall 12

Rinteln. Die Stadt mit seinen Dörfern ist reich gesegnet mit erhaltenswerten historischen Gebäuden. Schützen kann man nur das, was man kennt. In dieser Serie stellen Mitglieder des Arbeitskreises Denkmalschutz einige dieser Objekte vor.

veröffentlicht am 26.01.2008 um 00:00 Uhr

Das rote Ziegelmauerwerk mit seinen noch erhaltenen Verzierungen

Autor:

Dirk Böhning

Das Wohnhaus Josua-Stegmann-Wall 12 wurde um 1900 auf der südlichen Wallanlage errichtet. Da keine alten Unterlagen oder Bauakten mehr vorliegen, wird die Entstehung anhand des Baustils und der verwendeten Materialien auf diese Zeit taxiert. Es handelt sich bei diesem Objekt zwar nicht um ein Baudenkmal, jedoch stellt es sich in seinem jetzigen Zustand wieder als ein Stadtbild prägendes Gebäude dar. Das Haus fällt dem Betrachter schon allein dadurch ins Auge, dass es noch fast vollständig in seiner ursprünglichen Dach- und Fassadengestaltung erhalten ist und somit positiv auf das Erscheinungsbild des Straßenverlaufes einwirkt. Prägend für diesen Bau ist vor allem das rote Ziegelmauerwerk mit seinen noch er-haltenen Verzierungen an der straßenseitigen Fassade, die Gestaltung der Fenstereinfassungen mit Formsteinen, der Sandsteinsockel und die nach historischem Vorbild erneuerten Holzfenster. Ein weiteres Gestaltungsmerkmal ist die in Fachwerkbauweise errichtete Veranda. Diese Konstruktion gab es damals an mehreren Häusern im Stadtgebiet. Leider ist sie in dieser Form kaum noch zu finden. Bis ins Jahr 2005 wurde dieses Objekt von zwei Parteien bewohnt. Hierbei wurde die Erdgeschosswohnungüber die Veranda erschlossen. Die Wohnung im Obergeschoss konnte über den Nebeneingang im Hof erreicht werden. Die neuen Eigentümer, eine junge Familie mit Kindern, haben in diesem historischen Gebäude ein neues Zuhause gefunden. Unter Mithilfe und Leitung des Bückeburger Ingenieurbüros Wehmeyer wurde das Objekt aufgenommen, überplant, umgebaut, saniert und modernisiert. Neben den erbrachten Eigenleistungen wurde das Konzept vornehmlich mit Handwerksbetrieben aus dem Bereich der Stadt und der umliegenden Städte und Gemeinden realisiert. Die vorhandene Raumaufteilung blieb im wesentlichen erhalten. Jedoch wurde die bisherige Struktur zu einem "Einfamilienhaus" umgewandelt. Im Laufe der Sanierungsarbeiten wurde das Gebäude durch die Verbesserung der Wärmedämmung im Dach und der Kellerdecke energetisch aufgewertet. Die gasbetriebene Brennwerttherme wird durch Solarkollektoren für die Warmwas-serbereitung unterstützt. Zusätzlich kann nahezu das gesamte Erdgeschoss und der Treppenraum über einen zentral installierten Grundofen beheizt werden. Der alte Lehmputz im Innenbereich blieb erhalten und wurde an den Wänden angearbeitet. Im gleichen Zuge wurde die vermutlich in den Siebziger Jahren gelb gestrichene Fas-sade in mehreren Arbeitsgängen durch Abbeizen und Abstrahlen gereinigt und neu verfugt. Die alten Kunststofffenster wurden durch Lärchenholzfenster nach histori-schem Vorbild ersetzt.



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