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Lob für ehrenamtliche Arbeit bei Eröffnung des Dorfgemeinschaftszentrums

Nach fünf Jahren Handwerkereinsatz: Großvorhaben Hof Gümmer perfekt

Lindhorst (jl). Fast fünf Jahre nach dem ersten Handwerkereinsatz auf dem ehemaligen Hof Gümmer in der Lindhorster Ortsmitte ist am Sonnabend das Dorfgemeinschaftszentrum in kompletter Ausdehnung offiziell eröffnet worden. Die Redner - von Bürgermeister Hans-Otto Blume über den Landrat hin bis zum Landtagsabgeordneten - haben vor allem eines hervor gehoben: Die enorme ehrenamtliche Arbeit, die in dem großen Gebäude steckt.

veröffentlicht am 28.08.2006 um 00:00 Uhr

Planer und Bauleiter Manfred Röver (l.) überreicht Bürgermeister

Blume hat keinen Aspekt der windungs- und wendungsreichen Geschichte dieses Großvorhabens mit einem Investitionsvolumen von rund 1,7 Millionen Euro ausgelassen. Vor ihm im großen Saal im ehemaligen Stall saßen "alle, die irgendwie mit dem Bau zu tun hatten", wie er bei der Begrüßung anmerkte. Der Reihe nach bekam jeder sein Dankeschön: Zuschussgeber wie das Land Niedersachsen (rund 518 000 Euro), der Landkreis (rund 400 000 Euro) und eine ganze Reihe von Sponsoren. Als er dann auf die Arbeitsleistung der Ehrenamtlichen kam, die in den fünf Jahren in unterschiedlichen Gruppierungen ihre Kraft in den alten Bauernhof gesteckt hatten, wurde Blume fast staatstragend: "Etwas Vergleichbares hat es in dieser Form in Lindhorst nie gegeben. Ich verneige mich vor dieser Leistung", stellte er in den Raum. Diesen Faden griff der Landtagsabgeordnete Friedel Pörtner später auf: Er bezifferte die Eigenleistungen auf einen Wert von 120 000 bis 150 000 Euro. "Das habe ich noch nicht erlebt", betonte der CDU-Politiker. Er will jetzt die Lindhorster Baugruppen für den nächsten Ehrenamtlichen-Wettbewerb auf Landesebene vorschlagen. Auch Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier stellte die ehrenamtliche Komponente dieses Langzeitvorhabens heraus. Er lobte aber auch die Gemeinde, die es jetzt nach anfänglichem Zögern geschafft habe. Hans-Otto Blume skizzierte bei seinem Rückblick auf die Anfänge im Jahr 2001 den Prozess so: Von der damaligen Planungsgruppe Dorferneuerung sei "eine Lawine losgetreten worden". Beim nicht unbedingt geradlinigen Fortgang der Geschichte habe es "viele Visionen" gegeben. Sie seien zum Teil "nicht umsetzbar gewesen, nicht zweckmäßig oder politisch nicht gewollt". Entstanden sei aber etwas, "was über die Gemeindegrenzen hinaus Beachtung findet ", hielt der Bürgermeister fest. Für den Saal gelte das angesichts der vielen Buchungen schon jetzt, und das am Wochenende eröffnete Museum des Kulturfördervereins Schaumburger Bergbau "muss sich entwickeln", so Blume. Er wünschte sich, dass es sich "kulturellen Zentrum dieser Region wird." Dazu wollen Museumsleiter Gunther Ludewig und Mitstreiter nach dessen Worten nicht nur Bergbau-Ausstellungen organisieren. Auf dem Themenplan steht auch die Ortsentwicklung mit Unterthemen wie Bahnhof und Molkerei. Nach dem Festakt sind die Lindhorster nur in kleiner Zahl zum Tag der offenen Tür gekommen. Der heftige Regen dürfte viele abgeschreckt haben.

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