weather-image
28°
Bückeburger Anlage für 15 000 Euro veräußert / Wiederaufbau in Baja / Wird eine neue Bahn gemietet?

Nach ebay-Annonce: Ein Ungar kauft die Eisbahn

Bückeburg/Baja (tw). Die "Bückeburger Event& Tourismus GmbH" unter Geschäftsführer Gerhard Ostermeier hat die Notbremse gezogen und die Eisbahn verkauft. "Nur so", erklären die Gesellschafter Edgar Miller und Harald Strüwe gestern gegenüber dieser Zeitung, "konnten wir ,Bückeburg on Ice' nach dem verregneten Ende zumindest noch mit einer ,rosa' Null abschließen". Käufer ist Zoltan Halmosi, Inhaber des Hotels "Duna" (Donau) in Baja (früher: Frankenstadt), Südungarn.

veröffentlicht am 30.01.2007 um 00:00 Uhr

Das Tauwetter hat den Eiswirten auf dem Bückeburger Marktplatz (

Die Bückeburger hatten die vor drei Jahren zum Preis von 25 000 Euro gebraucht erworbene Eisbahn bei dem Online-Auktionshaus "ebay" eingestellt. Zwar kam es nicht zur Versteigerung, aber Halmosi nahm aufgrund des Angebots Kontakt mit dem Trio auf, bot 15 000 Euro - und erhielt als einer von sechs Interessenten den Zuschlag. Die 750 Quadratmeter große Eisbahn, die "komplett dicht ist und kein Glykol verbraucht hat", soll im Oktober unter Anleitung von Miller und Strüwe auf dem 22 000 Quadratmeter großen Marktplatz von Baja (40 000 Einwohner) wieder aufgebaut werden und dort für Schlittschuh-Freuden sorgen. Bereits am vergangenen Dienstag wurde die 20 Tonnen schwere Eisbahn auf den Lkw einer Spedition verladen und in die 1400 Kilometer entfernte Stadt an der Grenze zu Jugoslawien und Kroatien gekarrt; die beiden Bückeburger reisten im Flugzeug hinterher. Und das mit "nicht nur mit einer Träne im Auge", wie Stüwe versichert. "Die Stadt Bückeburg hat uns beim Projekt Eisbahn zwar logistisch unterstützt, zum Beispiel Gabelstapler und Kehrmaschine gestellt - aber ,Bückeburg on Ice' lässt sich nicht mehr wie bisher finanzieren", begründet Miller den Verkauf. Es sei für die auf eigenes Risiko arbeitende "Bückeburger Event& Tourismus GmbH" bereits in den vergangenen Jahren immer schwerer geworden, Sponsoren zu finden und von ihnen Gelder in ausreichender Höhe loszueisen. "Wir können und wollen diesen Sponsoren nicht mehr - alleine - hinterher laufen", unterstreicht Strüwe. Derweil habe etwa die Stadt Wunstorf 2006 rund 25 000 Euro in den Betrieb "ihrer" Eisbahn gesteckt. Hinzu komme, dass die Konkurrenz im und am Schaumburger Land mit Eisbahnen in Lauenau, Porta und Minden enorm gewachsen sei und Bückeburg längst kein Alleinstellungsmerkmal mehr habe. Nicht zu vergessen: "Stadthagen plant eine - große - Anlage, Rinteln auch", gibt Strüwe zu bedenken. Worauf die Bückeburger aber Wert legen: "Dass wir die Eisbahn verkauft haben, heißt nicht, dass wir keine mehr betreiben wollen." Die "Bückeburger Event& Tourismus GmbH" werde vielmehr Angeboteüber eine neue Bahn, dann aber als Mietobjekt einholen; auch bei den beiden ersten Auflagen von "Bückeburg on Ice" hatte die GmbH eine Eisbahn gemietet, erinnert das Trio. Noch vor den Sommerferien wollen Ostermeier, Miller und Strüwe gemeinsam mit der Stadt und dem Bückeburger Stadtmarketing (BSM) auf Grundlage besagter Angebote prüfen, ob "Bückeburg on Ice" 2007/2008 erneut zum Laufen gebracht werden kann - oder nicht ...

0000437716-12-gross.jpg

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare