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Kanu-Tourismus boomt / Weserbergland-Tourismus: "Hier sind noch Wachstumsraten möglich"

Nach der Kanutour mit dem Fahrrad zurück

Rinteln (wm). Das Potenzial für Kanu-Tourismus auf der Weser ist noch lange nicht ausgeschöpft: "Da sind noch Wachstumsraten möglich." Davon ist Petra Bintz, Geschäftsführerin des Vereins Weserbergland-Tourismus überzeugt. In einer Konferenz zum Thema "Kanutourismus" diskutierten Tourismusmitarbeiter, Kanuanbieter und Campingplatzbetreiber im Rintelner Kanu-Club, wie die Infrastruktur an der Weser für Kanuten weiter verbessert werden könne. Hier informierten unter anderem Werner Schütze, stellvertretender Vorsitzender der Bundesvereinigung Kanutouristik, und Heiko Wiebusch von "Leader-Plus".

veröffentlicht am 27.09.2006 um 00:00 Uhr

Die neue Infotafel auf dem Gelände des Rintelner Kanuclubs zeigt

Viel ist schon getan - auch dank der finanziellen Unterstützung durch die EU im Rahmen des "Leader-Plus-Programms". So gibt es inzwischen von Hann. Münden bis nach Porta Westfalica 63 Kanuanleger oder Ausstiegsstellen. Noch im Jahr 2003 waren es gerade mal 28. Allein Rinteln hat heute zwei: einen Schwimmsteg am Kanuclub, einen zweiten flussabwärts hinter der Weserbrücke. "Gelbe Wellen" - große Schilder - weisen Kanuten rechtzeitig auf die Möglichkeit hin, an Land zu gehen. Überhaupt habe Rinteln mit dem Bootshaus, den beiden Stegen, einem großen Parkplatz daneben, dem Biergarten in der Nachbarschaft und der Stadtnähe das optimaleAngebot für Kanuten: "Es ist einfach traumhaft." Die Weser, betonte Tourismuspressesprecherin Martina Hansmeier, sei ein ideales Familienrevier. Hier lauern keine Stromschnellen, und mit einer Strömung von fünf bis sieben Stundenkilometern könne man gut 30 Kilometer am Tag schaffen, ohne dass man sich außergewöhnlich anstrengen müsse. Damit eigne sich die Weser auch - im Gegensatz zu kleinen Flüssen - für Mehrtagestouren. Was Kanuten auf dem Fluss und in den Städten und Dörfern am Ufer erwartet, hat der Weserbergland-Tourismus-Verein in einer Karte und einem Flyer zusammengefasst. Chancen für professionelle Anbieter sieht Petra Bintz vor allem in kombinierten Touren. Motto: Mit dem Kanu auf der Weser hin, mit dem Rad auf dem Weserradweg zurück. Und Kanutouristen lassen Geld in der Stadt: Statistisch 31 Euro pro Tag, so Martina Hansmeier.

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