weather-image
30°
Rat bekräftigt: SC komplett zum Steinanger / Reiter rechnen Sanierungskosten hoch

Nach dem SC: Jetzt hofft Reitverein auf Unterstützung durch den Rat

Rinteln (wm). Mit Michael Box und Klaus Peters saßen am Donnerstagabend im Ratskellersaal die wichtigsten Manager des SC-Rinteln in der ersten Zuhörerreihe. Und was die beiden aus dem Ratsgremium hörten, muss sie wohl zufrieden gestellt haben. Die Wortmeldungen unterstrichen den breiten Konsens, der mit der Zustimmung zu dem Eilantrag der beiden großen Gruppen zusätzlich dokumentiert worden ist: "Wir wollen noch in diesem Jahr loslegen mit der Sanierung am Steinanger" (Klaus Wißmann). "Wir wollen die Fördermittel nutzen" (Dr. Marc Lemmermann") "Wir ziehen hier an einem Strang" (Dr. Dietmar Nolting).

veröffentlicht am 28.09.2007 um 00:00 Uhr

Ausblick auf den Matschplatz und Bild mit Symbolcharakter: Jetzt

Nur Heinrich Sasse konnte sich einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen: Es sei typisch für Rat wie Verwaltung, dass es erst des öffentlichen Drucks bedürfe, die Bürger aktiv werden müssten, ehe eine definitive Entscheidung getroffen werde. Ein Haar in der Suppe schluckten Box wie Peters kommentarlos und meldeten sich auch nicht in der Bürgerfragestunde. Wißmann wies in der Diskussion nämlich ausdrücklich darauf hin, dass alle fußballspielenden Vereine der Stadt angeschrieben worden seien. Wenn die Mehrheit dieser Vereine wider Erwarten keinen Kunstrasen wünsche, "dann müssen wir nochmals über die Anlage eines Kunstrasenplatzes neu nachdenken!" In dem gemeinsamen Beschluss der Gruppen SPD und Grüne, CDU und FDP wird dem Reit- und Fahrverein wie dem Einwohnerschützen-Verein "Bestandsschutz" garantiert, die übrigen Flächen (bis auf den Parkplatz) sollen dem SC zur Verfügung gestellt werden mit dem Ziel, dass sämtliche Mannschaften im Jugend- und Erwachsenenbereich an einem Standort spielen können. Mit zwei Einschränkungen: Erstens wird ein positives Ergebnis des Emissionsgutachtens vorausgesetzt, das in der nächsten Woche vorliegen soll. Zweitens sollen die Investitionen am Steinanger auf mehrere Jahr verteilt werden, das heißt, zunächst wird nur mit der Sanierung eines Platzes begonnen. Den weitergehenden Antrag der WGS vom Juni dieses Jahres, wonach dem SC das Vereinsheimüberlassen werden soll, wollte die Ratsmehrheit so nicht unterschreiben. Dr. Marc Lemmermann: Das müsse noch im Detail abgestimmt werden. Dass die Kuh trotzdem noch nicht vom Eis ist, machte die Reaktion von Jörg Bressem, dem Vorsitzenden des Rintelner Reitvereins deutlich, der als Zuhörer neben Box und Peters die Diskussion verfolgt hatte. Bressem kündigte in einem Gespräch nach der Ratssitzung an, nachdem durch den Beschluss klar gestellt worden sei, dass der Reitverein am Steinanger bleibe, hoffe jetzt auch der Reitverein auf eine Unterstützung von Rat und Verwaltung bei der unaufschiebbaren Sanierung der Reithalle. Der Vorstand werde in Kürze ein Finanzierungskonzept vorlegen. Man werde sich um Fördermittel beim Kreissportbund bemühen, selbstverständlich eigene Mittel und Eigenleistungen ansetzen, auch versuchen durch weitere Boxen für Einsteller die Einnahmeseite zu verbessern, aber ohne Hilfe der Stadt sei die dringliche Sanierung der Halle nicht zu schaffen. Anders als viele andere Reitvereine sei der Rintelner Verein nicht "kommerziell" ausgerichtet, sondern betreibe vor allem Nachwuchs- und Jugendarbeit. Bressem: "Das bestimmt zwei Drittel unserer Vereinsarbeit". Bressem nannte als vordringlichsten Maßnahmen die Sanierung des Daches, der Fenster und der Vorderfront. Die elektrischen Anlagen müssten komplett modernisiert, der Außenplatz trocken gelegt und die Bande in der Reithalle erneuert werden Konkrete Summen könne er allerdings noch nicht nennen: "Wir rechnen gerade."

0000462626-11.jpg

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare