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Nach dem Erdbeben – Kinder in Haiti entführt

Wirklich knapp war es letzten Sonntag für 33 Kinder in Haiti. Sie wurden nämlich gerade noch rechtzeitig aus einem amerikanischen Bus befreit. Die Kinder sollten aus Haiti in ein anderes Land gebracht werden, um dort zur Adoption angeboten zu werden. Den Kindern wurde versprochen, dass sie einen Kurzurlaub machen können. In Wirklichkeit wurden sie von einer Organisation entführt, die sie an Familien vermittelt und dafür Geld bekommt. Kinder, die noch Verwandte haben, sind keine Waisen und dürfen ohne die Zustimmung ihrer Familie nicht einfach mitgenommen werden.

veröffentlicht am 05.02.2010 um 11:47 Uhr
aktualisiert am 05.02.2010 um 12:23 Uhr

Wirklich knapp war es letzten Sonntag für 33 Kinder in Haiti. Sie wurden nämlich gerade noch rechtzeitig aus einem amerikanischen Bus befreit. Die Kinder sollten aus Haiti in ein anderes Land gebracht werden, um dort zur Adoption angeboten zu werden. Den Kindern wurde versprochen, dass sie einen Kurzurlaub machen können. In Wirklichkeit wurden sie von einer Organisation entführt, die sie an Familien vermittelt und dafür Geld bekommt. Kinder, die noch Verwandte haben, sind keine Waisen und dürfen ohne die Zustimmung ihrer Familie nicht einfach mitgenommen werden. Diese Entführungen sind strafbar und verboten.

Bei dem Erdbeben in Haiti am 12. Januar starben mehrere tausend Menschen. Viele Kinder wurden durch das Beben von ihren Familien getrennt und suchen nun ihre Verwandten. Ihre Häuser wurden zerstört, und sie müssen auf der Straße oder in Zelten leben.

Mitarbeiter von Hilfsorganisationen versuchen, den Kindern zu helfen und ihre Eltern wiederzufinden. Die Helfer schätzen, dass fast eine Million Kinder auf der Suche nach ihren Eltern sind. Bis sie sie gefunden haben, sind die Kinder auf sich allein gestellt. Sie müssen selber für ihr Essen und Trinken sorgen und einen Schlafplatz finden. Damit die Kleinen nicht mehr unter solchen Bedingungen auf der Straße leben müssen, gibt es viele Familien aus dem Ausland, die sie in ihre eigenen Familien aufnehmen wollen. Sie wollen die Kinder adoptieren.

Es gibt vertrauensvolle Agenturen, die prüfen, ob die Kinder wirklich Waisen sind und neue Eltern brauchen. Wenn das so ist, vermitteln sie die Kinder dann an die Familien. Diese Prüfungen dauern meist sehr lange, aber es gibt ja auch viel zu prüfen. Zum Beispiel, ob die neuen Eltern in der Lage sind, ein Kind zu ernähren und noch nicht zu alt sind, um es zu adoptieren. Wichtig ist auch, ob es dem Kind gutgehen wird. Es gibt aber leider auch Verbrecher, die Kinder auf der Straße einsammeln, ohne zu wissen, ob die ihre Angehörigen verloren haben, so etwa wie bei den 33 Kindern aus dem Bus. Damit Kindern so etwas nicht passiert kann, finden sie manchmal Zuflucht in SOS-Kinderdörfern. Bis sie ihre eigenen Eltern oder Adoptiveltern gefunden haben, können sie dort etwas essen und trinken und natürlich auch sicher schlafen. Außerdem sind dort viele andere Kinder, die auch ihre Familien suchen und mit denen man über das Erlebte reden kann. ku



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