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Abiturfeier am Freitag / Am Wochenende kommen 21 Gastschüler aus Chongquing

Nach dem Abschied der Abiturienten wird das Ernestinum zu Chinatown

Rinteln (wm). Man hatte gestern Nachmittag bei der Verabschiedung der Abiturienten in der Aula des Gymnasiums Ernestinum fast den Eindruck, diesem Jahrgang fällt es schwer, sich von der Schule zu trennen, die den meisten trotz Lernstress viel Spaß gemacht haben muss: So reihten Benedikt Schmidt, Lukas Boczek und Peter Oldak im besten Rhythm- and Poetry-Stil, gemeinhin Rap genannt, Szenen aus dem Schulleben aneinander. Sie erzählten von Fensterstürzen, Taschendieben in Rom, verschwundenen Schülern wie Lehrern, Schnee in Madrid - meist Insider-Gags, herzlich belacht wie beklatscht im Auditorium.

veröffentlicht am 28.06.2008 um 00:00 Uhr

Kein Schnappschuss von der Abi-Abschlussparty, sondern ein (selb

Auch der Abiturientenchor, moderiert von Lars Röwer, der an diesem Tag Geburtstag feierte, Anlass für ein Ständchen, bei dem auch die Gäste einstimmten, wählte eher wehmütige Weisen und bei Çagla Aydin und Benedikt Schmidt, die für den Abiturjahrgang sprachen, überwog das Lob für Kollegium wie Mitschüler, dazu die Erkenntnis, die letzten 13-Jahre-Abiturienten gewesen zu sein, "die letzte Oberstufe mit Führerschein". Ein Jahrgang, der mit der Bankgruppe am Schulhofrand ein Denkmal hinterlassen hat, das sich jeder "dank Google-Earth später überall auf der Welt, wohin es ihn auch verschlagen sollte, immer ansehen kann". Karl Lange wünschte für die Stadt Rinteln dem Jahrgang, "dass der Spaß am Lernen bleibt", Thomas Priemer für die Gemeinde Auetal "Unis ohne Studiengebühren", Petra Rabbe-Hartinger jedem genug Selbstbewusstsein, um den eigenen Weg zu gehen, "auch wenn es zunächst wie ein Umweg erscheint". Gymnasialleiter Reinhold Lüthen setzte diesmal an die Spitze seiner Lobrede die Eltern, die ihre Kinder wie die Schule finanziell wie ideell unterstützt hätten: "Austauschschüler aufgenommen, Nudelsalat gemischt." Gerade dieser Jahrgang sei permanent mit Neuem in der Schulorganisation konfrontiert worden. Die Schülerinnen und Schüler hätten dazu bewiesen, dass sie mehr können, als dem Unterricht zu folgen - zum Beispiel eine Schülerfirma zu gründen und zu führen. Bemüht habe sich das Kollegium, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, "unter unsicheren Bedingungen rationale Entscheidungen zu treffen. Wie weit wir hier erfolgreich waren, wird ihre Zukunft zeigen". Zumindest für die Schüler wie das Kollegium am Ernestinum geht es in der nächsten Woche spannend weiter: Denn am Wochenende werden (bis zum 18. Juli) 21 chinesische Austauschschüler der Partnerschule aus Chongquing am Rintelner Gymnasium erwartet. Studienrat Ralf Kirstan mit seiner Frau Liping, der den Kontakt auf einer Chinareise im Herbst vergangenen Jahres hergestellt hat, versprach, mit ein Höhepunkt des Besuches werde am 4. Juli ein Schulfest werden, bei dem das Ernestinum in Chinatown verwandelt wird - chinesische Kochkünste eingeschlossen. Die chinesischen Schüler erwartet auch sonst ein volles Programm, unter anderem eine Stippvisite in Berlin bei Sebastian Edathy, ein Besuch im Max-Planck-Institut in Göttingen und Sight-seeing in Paris.



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