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Gestern Barbara-Flugblatt an alle Haushalte / "Eindeutiges Votum der Bevölkerung respektieren"

Nach Bürgerprotest: Sprengpläne vom Tisch!

Kleinenbremen (mt). In der Kleinenbremer Grube Bergmannsglück wird kein Sprengplattier-Betrieb eingerichtet. Die Barbara Erzbergbau GmbH hat die Pläne dafür begraben.

veröffentlicht am 26.01.2008 um 00:00 Uhr

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Gestern folgte eine Mitteilung an alle Haushalte der Ortschaft Kleinenbremen, unterzeichnet von der Barbara und der Ferdinand Wesling GmbH (Rehburg-Loccum). Wesling hatte Anfang 2006 die Barbaraübernommen. In dem Schreiben begründen die Unternehmen ihre Entscheidung mit dem eindrucksvollen Bürgerprotest. "Dieses eindeutige Votum der Bevölkerung haben wir zu respektieren", heißt es wörtlich. Die Unternehmen bedauern, dass sie mit ihren Plänen Sorgen in der Bevölkerung hervorgerufen haben und bitten, der Barbara in Zukunft Vertrauen zu schenken und "im Sinne der verbliebenen Arbeitsplätze zu unterstützen". Geschäftsführung und Gesellschafter wollen "alles daran setzen, das Negativ-Image der Barbara zu beenden" und hoffen auf eine "faire Partnerschaft". Etwas anders klingt die Presseerklärung der Firma Dyna Energetics (Burbach), die als Pächterin in der Grube Bergmannsglück einen Sprengplattier-Betrieb, in dem mit Hilfe von Sprengungen Metalle verbunden werden, einrichten wollte. Zwar teilt auch das Burbacher Unternehmen mit, dass alle Aktivitäten zur Ansiedlung mit sofortigerWirkung eingestellt werden und es keine weiteren Sprengversuche mehr geben wird. Die Begründung ist jedoch eine andere. Dyna Energetics sieht "ein hohes Konfliktpotenzial" zwischen dem laufenden Bergbaubetrieb der Barbara und einem künftigen Sprengplattier-Betrieb. Wörtlich heißt es: "Die strategische Ausrichtung des Unternehmens liegt in der alleinigen Nutzung ihrer Sprengkammern. In der Grube Bergmannsglück kann dieser Anforderung nicht genüge getan werden." Den Kleinenbremer Bürgern, die sich erfolgreich gegen die Dyna-Pläne gewehrt haben, wird es letzten Endes egal sein, wie die offizielle Sprachregelung lautet. "Fakt ist, dass dies eine gute Nachricht für Kleinenbremen ist", meinten gestern übereinstimmend Bezirksausschuss-Vorsitzender Friedrich Vogt (Grüne) und SPD-Ratsmitglied Rainer Besser. Die Entscheidung der Unternehmen zeige, dass Bürgerprotest etwas bewegen könne.

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