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SPD-Ortsverein besteht seit 120 Jahren

"Nach Befähigungen der Schüler gestalten"

Stadthagen (sk). In einer Mitgliederversammlung im Ratskeller hat der 140 Mitglieder zählende SPD-Ortsverein Stadthagen am Freitag an seine 120-jährige Geschichte erinnert. Die Partei sei nach wie vor eine "prägende politische Kraft in Schaumburg", erklärte der Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy in seiner Gastrede.

veröffentlicht am 25.08.2008 um 00:00 Uhr

"Die regelmäßige tägliche Arbeitszeit der erwachsenen männlichen Arbeiter dauert von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends." So steht es in der Arbeitszeitordnung der Firma Bosse aus dem Jahr 1892, die SPD-Mitglied Jürgen Lingner in seinem Rückblick auf die Stadthäger SPD-Geschichte präsentierte. Gegen die Ausbeutung und für die Rechte der Arbeiter begannen diese sich in ganz Deutschland zu engagieren. In Stadthagen und Umgebung, wo Arbeiter in Ziegeleien und Glasfabriken, im Bergbau und in einer Drahtnagelfabrik, später Rentrop, beschäftigt waren, gründeten Maurer die erste gewerkschaftliche Verbindung. 1887 fand im Saal der Gaststätte Wilharm am Hundemarkt die erste SPD-Wahlversammlung statt. Die Partei wurde stark, erreichte 1919 in der ersten Landtagswahl nach dem Ersten Weltkrieg 60 Prozent der Stimmen und stellte mit Heinrich Lorenz - Straßennamen im Villenviertel erinnern an frühereStadthäger SPD-Politiker - den Ministerpräsidenten von Schaumburg-Lippe. Lingner wies vor 39 Versammlungsteilnehmern weitere historische SPD-Persönlichkeiten hin, so auf Wilhelm Kreft und dessen Ehefrau Marie, der ersten Frau im Landtag. Das Haus des Ehepaares befand sich genau gegenüber dem heutigen SPD-Büro an der Echternstraße. Als eine hervorragende Leistung des SPD-Ortsvereins im vergangenen Jahrzehnt wertete der Ortsvereinsvorsitzende Andreas Riehl das Engagement für die Einrichtung einer IGS. Die Gestaltung von Bildung nach den "persönlichen Befähigungen der Schüler", nannte der SPD Stadtverbandsvorsitzende Karsten Becker als "elementaren Kernsatz" sozialdemokratischer Politik.



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