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An der Wülpker Egge beginnt die Rekultivierung / Neuer Rastplatz angelegt / Großes Lob für Steinbruch-Betreiber

Nach acht Jahren: Der Kammweg ist wieder begehbar

Kleinenbremen/Nammen (ly). Bergfest bei der Barbara: Knapp acht Jahre nach dem verheerenden Rutsch an der Wülpker Egge ist der Kammweg wieder begehbar.

veröffentlicht am 28.06.2008 um 00:00 Uhr

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Gefeiert hat das Unternehmen die Freigabe des wieder hergestellten Wanderweges jetzt mit Mitgliedern der Bezirksausschüsse Kleinenbremen/Wülpke und Nammen sowie der Heimatvereine. Auf einem neu angelegten Rastplatz mit Tischen, Bänken, dekorativen Gesteinsblöcken und einer Schautafel über die Geologie des Heinebergs warfen die Gastgeber den Grill an. Hunderttausende Tonnen Gestein sind seit dem Bergrutsch, passiert im Spätherbst 2000, am Heineberg abgebaut und Boden für die Bepflanzung verfüllt worden. Auf einer Länge von etwa 300 Metern wurde der Kammweg um knapp 20 Meter abgesenkt. "Die mechanische Sanierung ist seit dem Frühjahr beendet", berichteten die Barbara-Geschäftsführer Jürgen Müller und Olaf Lüppes. "Jetzt beginnt die Phase der Rekultivierung." Diese soll bis Jahresende 2009 abgeschlossen sein. Geplant sind mehrere Pflanzeninseln. "Lassen sie der Natur den größten Raum, sich selbst zu rekultivieren", riet Portas Stadtheimatpfleger Dr. Gerhard Franke. Beginn der Sanierung war Mitte 2002. Dass Wanderer die Höhen von Wülpker Egge und Kleinenbremer Heineberg heute wieder gefahrlos besteigen können, hatte Dietrich Müller-Prasuhn, Kreistagsmitglied und seit langem kritischer Beobachter der Barbara-Aktivitäten, noch einige Jahre nach dem Bergrutsch bezweifelt. Nun ist es anders gekommen, zum Glück. "Der neue Betreiber des Steinbruchs hat die Arbeiten wirklich in Angriff genommen", lobte Müller-Prasuhn in einer ersten Stellungnahme gegenüber der Geschäftsführung. Gleichzeitig appellierte der Politiker, nicht nur am Heineberg, sondern im gesamten Steinbruch die Rekultivierung parallel zum Abbau weiter voranzutreiben. Wie berichtet, will die Barbara Erzbergbau GmbH im Tagebau Wülpker Egge auf einer früher bereits genutzten Fläche (4,5 Hektar) jährlich rund 200 000 Tonnen eisenschüssigen Kalkstein für Straßenbau und Betonindustrie gewinnen. Der Abbau, eine Tieferlegung ohne Flächenerweiterung, soll bis zu 15 Jahren dauern. Dass es nie wieder zu einem Bergrutsch mitähnlichen Auswirkungen kommen darf, ist allen Beteiligten klar. Müller-Prasuhn: "Der Abbau muss so durchgeführt werden, dass der unbeschädigte Teil der Wülpker Egge nicht gefährdet wird."

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