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Lothar Hermsdorf (69) hat seine Pflicht getan / Rekordteilnahme im Gemeindesaal / 111 Spender, darunter 9 Neue

Nach 80 Blutspenden erklingt jetzt der Schlussgong

Bad Eilsen (sig). Dass es auf diesem Feld keine Spendenmüdigkeit gibt, darf als ein gutes Zeichen für das Gemeinwohl verstanden werden. Diesmal geht es jedoch nicht um Geld, sondern um die Abgabe von lebensrettendem Blut. Und dazu fanden sich im Saal der evangelischen Kirchengemeinde nicht weniger als 111 Spender ein. Neun waren zum ersten Male dabei.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 15:00 Uhr

Die 80. Spende und der Schlussgong! Lothar Hermsdorf hat sein So

"Dieses Ergebnis hat mich mehr als positivüberrascht", bekamen wir von Annemarie Dopheide zu hören, der Leiterin des DRK-Ortsvereins Rolfshagen. Sie kümmert sich mit ihrem Team schon seit längerem um diese wichtigen Einsatz des Blutspendedienstes aus Springe, weil es im Kurort keine bedauernswerter Weise DRK-Gliederung mehr gibt. Es war wieder alles bestens vorbereitet. Im Sitzungszimmer des Gemeindehauses stand ein reichhaltiges Büfett bereit, damit sich die Spender für den Heimwegstärken konnten. Für einen von ihnen erklang (symbolisch gemeint) an diesem Tag der Schlussgong. Lothar Hermsdorf aus Heeßen wird im Dezember 70 Jahre alt und durfte nur noch mit ärztlicher Sondererlaubnis seine 80. Spende abgeben. "Ich bin kerngesund, habe beste Blutwerte, einen ausgezeichneten Blutdruck, habe nie eine ernste Erkrankung gehabt und nehme keinerlei Tabletten; das alles hat den Arzt überzeugt", berichtete der Heeßer nicht ohne Stolz. Natürlich ist die Qualität seines Blutes vorher noch einmal kontrolliert worden. Hermsdorf (eher scherzhaft): "Das ist schon schade, denn ich fühle mich gut. Erst darf man nicht mehr in die Disko, jetzt nicht mehr zum Blutspenden. Da geht einem einiges an Lebensqualität verloren." Er wird sich nun wohl oder übel künftig andere Betätigungsfelder suchen müssen. Von seiner Familie hat er leider niemanden überzeugen können, es ihm gleich zu tun. Aber er will es dennoch immer wieder versuchen, Sohn und Tochter für das Blutspenden zu motivieren. Lothar Hermsdorf war schon dabei, als der Blutspendedienst noch in die Heeßer Grundschule kam und sich dort die Feuerwehr von Bad Eilsen um die Organisation kümmerte. Am meisten vermissen wird er die wohl mundende Stärkung nach der Spende. Das Büfett sei hier so gut wie in einem vornehmen Hotel, unterstrich er. Anschließend erhielt er als Dank noch einen Einkaufs-Gutschein und einen Sachpreis. Dann nahm er Abschied. Als Gast dürfe er aber durchaus wiederkommen, ermunterte ihn Annemarie Dopheide.

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  • Erfreulich: Immer mehr junge Menschen lassen sich für die gute Sache "pieken". Fotos: sig
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