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Gemeinde will Tuffstein-Brunnen sanieren lassen / Neue Heizung für das Haus des Gastes / Caravan-Platz wird gebaut

Nach 50 Jahren: Schönheits-OP für Eilsens Wahrzeichen

Bad Eilsen (tw). Das Bestreben, den verloren gegangenen Status eines Heilbades innerhalb von drei bis fünf Jahren zurück zu gewinnen, ist das eine Ziel, das sich Bürgermeister Horst Rinne (CDU) ab 2008 für den Kurort gesteckt hat (wir berichteten). Es ist aber nicht das einzige Ziel, denn: Parallel dazu will die Gemeinde noch vier weitere Projekte in Angriff nehmen - und sogar abschließen.

veröffentlicht am 14.01.2008 um 00:00 Uhr

An den Säulen der Tuffsteinquelle, dem Wahrzeichen Bad Eilsens,

Allen voran ist das der Bau des Caravan-Platzes auf dem Remisengelände. Wie mehrfach berichtet, soll die Fläche Stellplätze für 30 bis 40 Wohnmobile bieten. "Ich rechne damit, dass wir mit der Maßnahme, inclusive der Anlage der Zufahrt, im Mai/Juni 2008 fertig werden", erklärt Rinne. Die Kosten sollen sich auf etwa 90 000 bis 100 000 Euro belaufen. "Würden wir für das Projekt dagegen auf Fördermittel warten", sagt der Bürgermeister, "könnten wir nicht bauen." Die nämlich würden so schnell nicht fließen. Immerhin: "Weil wir bewusst auf Fördermittel verzichten, können wir auch Standmiete kassieren." Besagte Miete soll - per Automat - über einen Obolus für die Entnahme von Strom und Wasser erhoben werden. Darüber hinaus will die Gemeinde 2008 ein Projekt in Angriff nehmen, dass sie bereits eine erkleckliche Zeit vor sich her schiebt: die Generalüberholung des Tuffstein-Brunnens im Kurpark und damit des Wahrzeichens von Bad Eilsen. Nach Aussage des Bürgermeisters ist - zuletzt - 1957 etwas an dem Baudenkmal geschehen, als die damaligen Landesversicherungsanstalten Berlin und Hannover (auch) den Kurpark übernahmen. Das ist inzwischen 50 Jahre her. Rinne: "Wir wollen die Säulengruppe komplett mit dem Sandstrahlgebläse überarbeiten und auch die Risse verschließen." Sogar die überwucherten Steinstufen auf der Rückseite des Wahrzeichens, die einst als Freilufttheater dienten, sollen freigelegt und gerichtet werden. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme werden vermutlich etwa 10 000 Euro betragen. Kommt hinzu: Auch die alte - und erste - Heizung im Haus des Gastes ist nach einer Nutzungsdauer von nunmehr 30 Jahren abgängig und soll noch 2008 ersetzt werden. Ein Fachmann soll den Ratsmitgliedern eine kostensparende Alternative aufzeigen. Last, but not least möchte die Gemeinde die alten und unansehnlichen Papierkörbe im Kurpark, aber auch auf der Promenade durch neue ersetzen und ihnen - wie schon den Laternen - gleichfalls einen grünen Anstrich geben. Rinne rechnet damit, dass in diesem Zuge etwa 50 Körbe ausgetauscht werden müssen. Lediglich die Zustimmung des Bauausschusses, der Ende Januar tagen soll, steht zu all diesen Projekten noch aus. Zur Erinnerung: Zu den größten Maßnahmen, die Bad Eilsen 2007 erfolgreich beenden konnte, gehören die Neuanlage der Notaue im Kurpark und der Vergleich, den die Gemeinde nach jahrelangem Rechtsstreit mit der Bückeberg-Klinik hinsichtlich der Behandlung von AHB-Patienten geschlossen hat. "Besagter Vergleich", erinnert Rinne, "hat uns etwa 100 000 Euro gekostet". Eine Summe, die - selbst bei einem Rücklagenstand von derzeit rund 800 000 Euro - "schmerzt". Doch wie auch immer: In der Folge des Vergleichs wurde die Kurtaxenverordnung durch die Gemeinde dahin gehend geändert, dass AHB-Patienten 30 Prozent Nachlass gegenüber "normalen" Patienten erhalten. Besagter "Bad Eilser-Vergleich" werde nunmehr auch von anderen Kurorten in Niedersachsen, die vor dieser Problematik stehen, so oder so ähnlich angestrebt.



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