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Auetaler Lehrer unterstützen Schulprojekt in den Slums von Mexiko / Begeistert vom Wiedersehen

Nach 31 Jahren zur alten Wirkungsstätte

Rehren (la). Einige aktive und ehemalige Auetaler Lehrer verbindet einiges mit dem fernen Land und der Stadt Mexiko. Eberhard Buttler arbeitete von 1971 bis 1976 als Lehrer an einer großen deutschen Schule und lebte mit seiner ganzen Familie dort. Carl Gundlach, heute Schulleiter im Auetal, besuchte als Kind dieselbe Schule.

veröffentlicht am 17.01.2008 um 00:00 Uhr

Im Kindergarten bekommen die Kleinen auch etwas zu essen und ler

"1972 erlebten wir, wie Josefine Wankel, eine Lehrer ehefrau aus der Schweiz, beschloss, in den Slums von Mexiko eine Schule zu gründen", erinnert sich Heide Buttler. Sie bekam die Unterstützung von etlichen Frauen aus der Schweiz und Deutschland, die in Mexiko lebten. "Die Zustände in den Slums waren unbeschreiblich. Es gab kein sauberes Wasser, die Eltern und Kinder waren Analphabeten, arbeiteten in einer Ziegelei und waren arm", erzählt Heide Buttler. In einer Lehmhütte wurden 1972 die ersten Kinder unterrichtet. Dann wurden Baracken angeschafft, dort unterrichtet und auch die erste Schulspeisung angeboten. 1978 konnten die ersten 15 Schüler ihr "Certificado de Primaria", den ersten Schulabschluss, feiern. 1984 wurde ein Praxisraum für eine Ärztin eingerichtet und bereits 1985 in zwei Schichten über 1000 Schüler in San Juan Totoltepec-La Mancha unterrichtet. Das von Josefine Wankel gegründete Hilfsprojekt "San Juan de La Mancha" lebte ausschließlich durch Spendengelder. "Die Einrichtung wurde damals wie heute die ,Schule der deutschen Frauen' genannt", sagt Eberhard Buttler. Unermüdlich hätten sich die Frauen für das Projekt eingesetzt, mit Behörden verhandelt, Sponsoren aus der Wirtschaft gesucht und die Schule immer wieder erweitert. 1990 konnte ein Schulgebäude mit zwölf Klassenräumen und zwei Toiletten für 250 000 Mark gebaut werden. Die Baracken wurden als Ausbildungsstätten verwendet. Erwachsene können sich dort noch heute zu Schreinern, Schneiderinnen oder Friseurinnen ausbilden lassen. Durch Patenschaften, die Menschen in Deutschlandübernommen haben, konnten begabte und fleißige Schüler besonders gefördert werden und eine weiterführende Schule besuchen. Auch ein Kindergarten konnte inzwischen eingerichtet werden. Heide und Eberhard Buttler haben Mexiko 1976 verlassen. Jetzt haben die ehemaligen Auetaler Lehrer ihre damalige Wirkungsstätte noch einmal besucht und sich bei der Gelegenheit natürlich auch das Projekt San Juan La Mancha angesehen. "Wir waren einfach begeistert davon, was dort in den vergangenen Jahren geschaffen wurde. Rund um die Schule ist heute sogar alles grün", freut sich Heide Buttler. Die ehemaligen und amtierenden Lehrkräfte der Auetaler Grundschule unterstützen das Projekt noch heute. Bei ihrem alljährlichen Treffen in der Weihnachtszeit sammeln sie Geld und überweisen es an die Mexikohilfe. Konto: Dekanat Hersbruck, "Mexikohilfe", Sparkasse Nürnberg, BLZ 76 05 01 01, Konto-Nummer 1 90 01 53 21.

Eberhard und Heide Buttler.
  • Eberhard und Heide Buttler.
In der Schneiderei können sich Frauen ausbilden lassen, um etwas
  • In der Schneiderei können sich Frauen ausbilden lassen, um etwas Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen.


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