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Biotopverbund Oberweser ermöglicht mehrere Flusskilometer Auenlandschaft

Nabu kauft die ersten Flächen

RINTELN. Der Kiesabbau in der Auenlandschaft Hohenrode ist seit 2016 beendet und seit geraumer Zeit ist auch weithin sichtbar, dass mittlerweile in der westlich davon gelegenen Weserschleife zwischen Engern und Ahe Kies abgebaut wird.

veröffentlicht am 10.07.2018 um 10:58 Uhr

Nach Abschluss des Kiesabbaus wird der Naturschutzbund Eigentümer der Flächen zwischen Engern und Ahe. Foto: Nabu/PR

Auch wenn die Auskiesung etwa 20 Jahre dauern wird, ist eines bereits jetzt geklärt: Der Naturschutzbund (Nabu) wird anschließend Eigentümer dieser Flächen.

Im Rahmen eines gemeinsamen Notartermins wurde die Grundlage dafür geschaffen, entlang der Weser zwischen Engern und Hohenrode weitere Auenbereiche für die Zukunft zu sichern: „Dank einer großzügigen Spende der Kurt-Lange-Stiftung in Bielefeld in Höhe von 30 000 Euro können wir jetzt die ersten Hektare erwerben“, so Dr. Nick Büscher, Vorsitzender des Nabu Rinteln. Mit der Auenlandschaft Ahe, so der Name des insgesamt 70 Hektar großen Auenbereiches am Großen Neelhof, setzen AHE Schaumburger Weserkies und der Nabu die vertrauensvolle Zusammenarbeit der vergangenen Jahre fort.

Wie Büscher betont, ist unabhängig von Grunderwerb im Rahmen der Herrichtung des Kiesabbaugeländes eine naturnahe Auenentwicklung vorgesehen. Es werden Gewässer unterschiedlicher Größe sowie Flachwasserzonen und Grünlandflächen entstehen, was künftig einen wertvollen Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten verspricht. „Im Sinne des Biotopverbundes der Oberweser entsteht in Verbindung mit der Auenlandschaft Hohenrode eine mehrere Flusskilometer reichende Auenlandschaft, was in Niedersachsen einmalig ist“, so Büscher weiter. Dies werde für geschützte Arten wie Flussseeschwalbe, Fisch- und Seeadler völlig neue Potenziale entfalten. Auch ein attraktives und für die Tier- und Pflanzenwelt störungsfreies Naturerleben soll ebenfalls ermöglicht werden, wofür in Engern bereits vor einiger Zeit erste Grundlagen geschaffen worden sind.

Der Nabu wird sich in den nächsten Jahren verstärkt darum bemühen, gemeinsam mit der bundesweit tätigen Nabu-Stiftung Nationales Naturerbe Spenden für den Grunderwerb des 70 Hektar großen Areals zu sammeln, und hofft, dass viele Naturfreunde das Vorhaben unterstützen. So ist laut Büscher gewährleistet, dass die entstehenden Lebensräume nachhaltig gesichert und dieses zukünftige Refugium einer naturnahen Entwicklung zugeführt werden können.


Der Nabu hat zur Unterstützung ein Spendenkonto eingerichtet: „Auenlandschaft“ bei der Sparkasse Schaumburg; BIC NOLADE21SHG; IBAN DE07 2555 1480 0313 2499 30. Rückfragen an Dr. Nick Büscher, 1. Vorsitzender, Telefon 05751/5237 oder kontakt@
nabu-rinteln.de.PR



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