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Dramatische Szenen beim Großfeuer / Brandherd vermutlich im Hof / Landeskriminalamt ermittelt

Mutter wirft Kinder in die Arme der Passanten

Bückeburg (tw). In der Hektik, die am gestrigen Dienstag beim Großbrand in der Fußgängerzone herrscht, ist es schwer, zuverlässige Informationen zu bekommen. Feuerwehr und Polizei sind im Stress, immer wieder lodern neue Brandnester auf. Folglich kommt es zu Widersprüchen, die sich vermutlich erst im Laufe des heutigen Tages klären lassen. So wird die Seniorin nach Aussage der Polizei nicht aus dem Brandhaus, sondern dem Nachbargebäude gerettet.

veröffentlicht am 05.03.2008 um 00:00 Uhr

Fest steht gleichwohl: Eine verzweifelte Bewohnerin von Haus Nr. 27, Mutter von zwei Kindern, wirft ihre Kleinen vom Balkon des Obergeschosses in die Arme von Passanten - und rettet ihnen damit vermutlich das Leben. Sie selbst bringt sich anschließend über die Feuerwehrleiter in Sicherheit. Verletzt wird nach Auskunft von Feuerwehr und Polizei gottlob niemand. Das Gros der Geschädigten findet ein erstes Obdach im benachbarten Eiscafe Venezia. Andere Feuerwehrleute versuchen derweil, sich von der Rückseite des Hauses und über das Nachbargebäude zum Brandherd vorzuarbeiten. "Das Problem war", sagt Hahne, "dass der Brandherd so unzugänglich lag, dass wir keinen direkten Angriff starten konnten." Die Frage nach der Quelle, aber auch der Ursache des Feuers beschäftigt auch die Polizei Bückeburg. "Ich kann gegenwärtig noch nichts sagen. Die Ermittlungen laufen", erklärt Hauptkommissar Bernd Tünnermann, mit der Brandaufnahme vor Ort betraut. Im Laufe des heutigen Tages werde die Brandursachenkommission des Landeskriminalamtes (LKA) eintreffen und etwaige Spuren sichern. Für den Stadtbrandmeister stellt sich die Lage derweil so da. "Das Feuer", sagt Hahne, "ist vermutlich im Innenhof des Gebäudes Lange Straße 27 ausgebrochen, in jedem Fall aber im rückwärtigen Bereich des Hauses". Dort habe sich viel Holz sowie eine Überdachung befunden, die "vollständig weggebrannt" sei. Der Einsatz zieht sich bis in die Abendstunden hin. In den Zwischendecken befinden sich Glutnester, die immer wieder aufzuflackern drohen. Der Stadtbrandmeister abschließend: "Trotz allem haben wir noch Schwein gehabt. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn das Feuer nur einen Tag früher ausgebrochen wäre - als die Buden des Frühjahrsmarktes noch standen ..." Weiterer Bericht folgt



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