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Vogelgrippe in Ungarn macht Sorgen

Muss heimisches Geflügel wieder in den Stall?

Röhrkasten (sig). Das Wetter spielt verrückt. Und damit geraten nicht nur Menschen und die Natur durcheinander, die Klimaveränderung führt auch in der Tierwelt zu etlichen Anpassungsproblemen. e Probleme bekommen jetzt die heimischen Geflügelzüchter. In Ungarn ist nämlich unter Gänsen die Geflügelgrippe ausgebrochen. Kann diese Infektion "rüberschwappen" und vielleicht sogar die geplante große Landesverbandschau in der Bergstadt gefährden?

veröffentlicht am 31.01.2007 um 00:00 Uhr

Wilhelm Struckmann

Niemand glaubt, dass mit der Tötung der über 3000 Gänse die Gefahr einer Verbreitung grundsätzlich ausgeschlossen werden kann. Aber alle hoffen, dass durch das schnelle Handeln zumindest in Ungarn einer Ausdehnung ein Riegel vorgeschoben wurde. Der 1. Vorsitzende des Obernkirchener Rassegeflügelzuchtvereins, Wilhelm Struckmann, wies in der Jahreshauptversammlung im "Krug zum grünen Kranze" in Röhrkasten darauf hin, dass die im Vorjahr gesetzlich verordnete Stallpflicht eigentlich am 28. Februar aufgehoben werden soll. Die heimischen Züchter mussten sich größtenteils nicht mit diesem Problem herumschlagen, weil sie vom Landkreis auf Antrag Ausnahmegenehmigungen erhielten. In der Nähe von Wasserflächen, wie zum Beispiel an der Weser, wo sich vermehrt wilde Wasservögel aufhalten, galt die Stallpflicht indessen weiter. In einem Schreiben des Landesverbandes Hannoverscher Rassegeflügelzüchter, das Struckmann verlas, war jetzt sogar die Rede von einer möglichen Verlängerung bis zum 31. Oktober. Das Bundesministerium für Landwirtschaft hat einen entsprechenden Antrag gestellt, weil die "Gefahr der Ein- und Verschleppung" weiter fortdauere. Struckmann, der zugleich Kreisvorsitzender ist, geht davon aus, dass die bestehenden Ausnahmeregelungen weiter ihre Gültigkeit behalten. Das galt vom vergangenen Frühjahr an ohnehin für große Teile Niedersachsens. Deshalb sind auch alle Geflügelausstellungen in diesem Raum genehmigt worden. Wenn es dabei bleibt, kann die Landesverbandsschau anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Kreisverbandes Schaumburg im Herbst in der Bergstadt stattfinden. Wenn wir unsere Tiere ständig unter Verschluss halten müssten, dann brauchten wir zu keiner Ausstellung mehr gehen; sie benötigen - ebenso wie wir Menschen - nämlich Sonne und UV-Strahlen für ihre Entwicklung", stellte Struckmann abschließend zu diesem Thema fest. In seinem Jahresrückblick ging der Vorsitzende auf zahlreiche Aktivitäten der Obernkirchener Züchtergemeinschaft ein, die neben Ausstellungen und Sitzungen auch gesellschaftliche Veranstaltungen ausgerichtet hatte. Besonders originell ist das alljährliche Hähnekrähen, das es auch 2007 wieder geben soll. Die Vereinsmitglieder beteiligten sich außerdem am Bau der neuen Toilettenanlage bei der Liethhalle. Mit besonderem Lob bedacht wurden die Züchter, die im Vorjahr nationale und internationale Erfolge einheimsten. So kehrten Hans-Dieter Meier und Willi Crede von der Zwerghuhnschau in Münster als Deutsche Meister zurück. Bei der nationalen Junggeflügelschau in Hannover holte sich Andreas Seifert gleich zwei Titel und Hans-Dieter Meier einen. Absoluter Höhepunkt waren die Europameisterschaften in Leipzig. Dort kam die Zuchtgemeinschaft Friedel Tatge und Heinrich Ebeling aus Sülbeck mit ihren Tauben auf zwei Titel. Der Obernkirchener Züchter Hans-Dieter Meier wurde mit seinem Rassegeflügel einmal Europachampion, hat aber zusätzlich noch einen Einspruch laufen, über den bislang nicht entschieden wurde. Bei den anstehenden Vorstandswahlen wurden im Amt bestätigt: der stellvertretende Vorsitzende Willi Crede (Rolfshagen), Schatzmeister Günter Ernst (Borstel), Zuchtwart Willi Esse (Meinefeld) und zweiter Schriftführer Gerd Hielscher (Obernkirchen). Neu als Jugendleiterin tätig ist Anja Struckmann (Stadthagen).



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