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Und: Staatsanwaltschaft prüft Anklage wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern

Musiklehrer hat Kinderpornos im Computer

Bad Nenndorf / Barsinghausen (thö/rwe). Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen einen Musiklehrer aus Barsinghausen wegen Besitzes pornografischer Schriften und sexuellen Missbrauchs von Kindern. Der Mann steht aber auch wegen möglicher Vorfälle in Bad Nenndorf unter Verdacht. Die Staatsanwaltschaft Bückeburg bestätigte gegenüber unserer Zeitung, dass gegen den Mann ermittelt wird.

veröffentlicht am 06.06.2007 um 00:00 Uhr

"Ich gehe von einer Anklage aus", sagt Staatsanwältin Irene Silinger. Sie hat das Ermittlungsverfahren gegen den 42-Jährigen mittlerweile abgeschlossen. Zumindest was den Besitz von Kinderpornos betrifft. Fahnder hatten bei einer Hausdurchsuchung im März in Barsinghausen den PC des Musiklehrers beschlagnahmt. Das Auswertungsergebnis der Datenverarbeitungsgruppe der Polizei Hannover liegt der Staatsanwaltschaft jetzt vor. "Auf dem Computer befanden sich kinderpornografische Bilder", sagt Sillinger. Die Menge gibt sie mit mehreren hundert Bildern an, die vor allem Mädchen im Alter unter 14 Jahren zeigen. Silinger wird das Ergebnis der Ermittlungsgruppe jetzt bewerten. Der Strafrahmen wegen Besitzes pornografischer Schriften, darunter fallen auch Fotos, reicht bis zu zwei Jahren. Aber auch eine Geldstrafe ist möglich. Dem Lehrer wird aber auch sexueller Missbrauch von Kindern in mehreren Fällen vorgeworfen. Die polizeilichen Ermittlungen sind abgeschlossen. "Die Fälle scheinen aber nicht erheblich zu sein", sagt Silinger. Der Pädagoge soll während des Musikunterrichts die Kinder berührt und gestreichelt haben. "Welche Handlungen wirklich vorgenommen wurden, ergibt sich erst ausder abschließenden Bewertung", sagt die Staatsanwältin. Die Berührungen sind wohl unstrittig, es stellt sich allerdings die Frage nach der "Erheblichkeitsgrenze". Erst in einigen Wochen, wenn die Prüfung abgeschlossen ist, will die Juristin mehr sagen. Dann wisse sie auch, ob es für eine Anklage reicht. Bis dahin nimmt sie sich auch die Akten aus Bückeburg vor. Denn bei der Staatsanwaltschaft in der Residenzstadt wurde ebenfalls wegen sexuellen Missbrauchs gegen den Musikpädagogen ermittelt, der in Bad Nenndorf privat unterrichtet hat und dabei Kinder unsittlich berührt haben soll. Klaus-Jochen Schmidt, Sprecher der Bückeburger Staatsanwaltschaft, will sich inhaltlich nicht zu dem Fall äußern. Er bestätigt nur das Verfahren gegen den Barsinghäuser, das seine Kollegen aber nach Hannover abgegeben haben. Dort werden die Fälle später möglicherweise in einer Anklage zusammengefasst. Ob dem so ist, könne sie jetzt noch nicht beurteilen, sagt Silinger. Zu den Vorwürfen in Bad Nenndorf kann sie nichts sagen. Sie hat die Ermittlungsakten zwar angefordert, doch noch liegen diese nicht auf ihrem Tisch.



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