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Mit stehenden Ovationen bedankte sich das Publikum in der Kirche

Musica Viva Hameln brilliert in Holtensen

Hameln. Zwischen Himmel und Erde gibt es Momente, die einzigartig sind. So zumindest entschied das Publikum nach einem fast zweistündigen Konzert mit Musica Viva Hameln in der stimmungsvoll erleuchteten Holtenser St. Aegidien-Kirche. Die zahlreichen Zuhörer hatten zuvor eine musikalisch erlesene Reise von der Renaissance bis hin zur Gegenwart erlebt.

veröffentlicht am 25.10.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 04:41 Uhr

Das neue Programm „Zwischen Himmel und Erde“ des Ensembles erfüllte damit genau die Erwartungen des Publikums, das die Musiker Susen Herda (Mezzosopran), Dagmar Lange (Violine, Alt), Ute Sandfuchs (Fagott, Sopran), Hans-Martin Haas (Violoncello, Klavier, Bariton) und Sebastian Herda (Altsaxophon, Klavier, Orgel, Bariton) erst nach zwei Zugaben entließ, berichtet Marion Rosenberg. Die bereits in vorangegangenen Konzerten bewiesene Vielseitigkeit des Ensembles mehrerer Musiklehrer überzeugte auch dieses Mal. Neben fünfstimmigen Madrigalen und Motetten der Renaissance und des Barocks brillierte das Ensemble im zweiten Konzertteil mit Chorarrangements der Gegenwart: ob „Engel“, im Original von der Band Rammstein, oder „Du bist da“, einer Bearbeitung des bekannten „Canon“-Themas von Johann Pachelbel – das Ensemble scheint sich in jedem Stil zu Hause zu fühlen. Dies galt auch für die kammermusikalischen Leckerbissen, wie gehört in den zwei Liedern „Lydia“ und „Après un rêve“ sowie im Solo „Pie Jesu“ aus dem Requiem von Gabriel Fauré, vorgetragen von Ute Sandfuchs (Sopran). Ebenso hohe Musikalität und Sensibilität bezeugten Dagmar Lange (Violine), Hans-Martin Haas (Violoncello) sowie Sebastian Herda (Klavier) mit der Titelmusik zu „Schindlers Liste“.

Ein Konzertabend, bei dem viele Besucher auch das Angebot des Fördervereins zu einem kleinen Imbiss und Gesprächen bei einem Glas Wein annahmen. Der Verein Freunde und Förderer der St.-Aegidien-Kirchengemeinde Holtensen e. V. sowie Pastorin Konstanze Lange bedankten sich herzlich bei Musica Viva Hameln. Jedoch klang neben der Freude auch ein wenig Wehmut in den Worten Langes mit, denn Susen und Sebastian Herda wohnen seit vergangenem August im sächsischen Plauen. „Die Entfernung soll keinesfalls zur Distanz werden“, so Sebastian Herda. „Es wird auf jeden Fall ein Wiedersehen mit dem Ensemble in Holtensen geben“, versicherte Herda, der fünf Jahre mit seiner Frau in Holtensen wohnte. Diese Ankündigung wurde vom Publikum mit einem dankbaren Applaus aufgenommen.

Wunderbar vielseitig war das Konzert von Musica Viva Hameln in der Kirche in Holtensen mit v. li. Sebastian und Susen Herda, Dagmar Lange, Ute Sandfuchs und Hans-Martin Haas.



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