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Arbeitsgemeinschaft Weserbergland tagt im Auetal / In 30 Museeen rund 330 000 Besucher pro Jahr

Museumsleiter ziehen positive Jahresbilanz

Weserbergland/Hattendorf (la). Mehr als 30 Museen gehören der Arbeitsgemeinschaft Weserbergland im Museumsverband für Niedersachsen und Bremen an. Ihre Leiter haben sich jetzt zu einem Informationsaustausch im Heimatmuseum in Hattendorf getroffen. Jörg Landmann, Vorsitzender des Vereins für Heimatpflege Auetal, begrüßte die Museumsvertreter und zeigte ihnen "sein" Haus. "Schwerpunkte unseres immer weiter wachsenden Museums sind die Volkskunde des Auetals sowie die Schulgeschichte", erläuterte Landmann, und seine Kollegen waren beeindruckt, wie viele "Schätze" in Hattendorf zu sehen waren.

veröffentlicht am 25.11.2006 um 00:00 Uhr

Dr. Stefan Meyer

Im Anschluss an die Führung wurde im Versammlungsraum eine Bilanz des Museumsjahres 2005 gezogen. "Die rund dreißig Museen des Weserberglandes mit ihren mehr als 330 000 Besuchern jährlich sind ein zentraler touristischer Anziehungspunkt in der Region", stellte der Leiter der AG, Dr. Stefan Meyer aus Rinteln, fest. Dabei böten die Museen eine solide Mittelstruktur. Es seien keine größeren Häuser dabei, aber viele kleinere in denen wertvolle und gute ehrenamtliche Arbeit geleistet werde. "Das Ehrenamt ist eine wichtige Stütze, auch bei professionell geleiteten Museen. 2005 wurden rund 20 000 Stunden unbezahlte ehrenamtliche Arbeit geleistet", stellte Dr. Meyer fest. Ein Schwerpunkt der Museumsarbeit sei die in den vergangenen Jahren intensivierte Museumspädagogik gewesen, die vor allem auf die Zusammenarbeit mit den Schulen angewiesen sei. "Hier könnte noch einiges verbessert werden. Wir wünschen uns mehr Schulklassen in unserem Museum", sagte Dr. Dieter Alfter vom Museum im Schloss Bad Pyrmont. Mehr als 7500 Führungen und rund 360 öffentliche Veranstaltungen hätten in den Museen des Weserberglandes stattgefunden, und damit steige auch der Anteil der Kostendeckung, berichtete Dr. Meyer. Ihre erfolgreiche Kooperation wollen die Museen in Zukunft noch weiter vertiefen. Eine gemeinsame Website, eine Museumsbroschüre Weserbergland, wechselseitige Beratung und Unterstützung mit Infrastruktur, der ohnehin selbstverständliche Leihverkehr und die Kooperation mit dem Museumsverband Ostwestfalen-Lippe soll die Museen im Weserbergland noch mehr stärken. Darüber hinaus soll der Ausbau und Erhalt der wertvollen Sammlungen mit unersetzlichen Originalen gefördert werden. "Wir verfügen über ein riesiges Potenzial, eine vielgestaltige Geschichte und die verschiedensten Landschaftstypen. Wir haben wirklich viel zu bieten", sagte Dr. Meyer. Eine Herausforderung, aber auch eine große Chance, sieht Meyer in der Qualifizierung und Zertifizierung der Museen. "Dazu ist jetzt ein Pilotprojekt gestartet worden, an dem die Museen Rinteln, Bad Pyrmont und Fürstenberg teilnehmen." Je nach Museumsart seien die Standards dafür unterschiedlich, müssten aber in Zukunft erreicht werden, weil davon auch die Mittelzuweisung abhängig gemacht werden soll. Die Sammlungen müssten nicht nur touristisch präsentiert werden, sondern auch in Regions- und Landeskunde bilden. Außerdem müssten museumspädagogische Programme angeboten werden. "Nur wer seine Region kennt, engagiert sich politisch, kulturell, sozial und wirtschaftlich. Dazu können wir beitragen", sagte Dr.Meyer.

Die Leiter der verschiedensten Museen im Weserbergland im Hatten
  • Die Leiter der verschiedensten Museen im Weserbergland im Hattendorfer Heimatmuseum. Foto: la

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