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Verein zur Förderung des Bergmannswesen Osterwald will jüngere Mitglieder gewinnen

Museumsgütesiegel für sieben Jahre

OSTERWALD. Vergangenes bewahren sowie Traditionen aufrechterhalten und pflegen – das hat sich der Verein zur Förderung des Bergmannswesens Osterwald bei seiner Gründung 1980 auf die Fahne geschrieben.

veröffentlicht am 23.03.2017 um 00:00 Uhr

Stolte Christiane

Autor

Reporterin

Bei vielen Veranstaltungen wird das Vorhaben in die Tat umgesetzt und das ehemalige Bergmannswesen sowie das Leben der Bergleute ins Bewusstsein der Besucher gerückt. Auch in den Jahreshauptversammlungen des Vereins, in denen der Vorsitzende jedes Mal zu Beginn der Versammlung Kerzen anzündet und das „Einfahrtsgebet“ spricht, wird die Tradition gepflegt. So auch in der jüngsten Mitgliederversammlung, in der wie immer in einer Schweigeminute aller gefallenen Bergleute gedacht wurde. Erst nach diesem Zeremoniell ließ Hans-Dieter Kreft das Jahr 2016 Revue passieren.

„Mit ein wenig Stolz kann ich vortragen, dass das herausragende Ereignis im vergangenen Jahr die Verleihung des Museumsgütesiegels für sieben Jahre gewesen war“, betonte der Vorsitzende des 65 Mitglieder zählenden Vereins. Einen besonderen Dank richtete Kreft an Dr. Olaf Grohmann, dessen unermüdlicher Einsatz mit der Verleihung des Siegels zu einem guten Ende gekommen sei.

2016 sei wie jedes Jahr sehr arbeitsreich gewesen. Insgesamt seien 3401 Arbeitsstunden von diversen Personen geleistet worden – über Tage und unter Tage. Enthalten sind in der Stundenzahl auch die Zeiten für die Organisation und Durchführung von Vorträgen und Ausstellungen sowie weiteren Veranstaltungen; ebenfalls die Präsenz des Vereins auf der Handwerker-Messe in Salzhemmendorf, auf der ABF in Hannover, beim Tag der Vereine in Hameln sowie auf der „Grünen Woche“ in Berlin.

Obwohl die Werbung für das Besucherbergwerk einen großen Stellenwert in der Vereinsarbeit hat, wurde immer noch nicht die angestrebte Marke von 2000 Besuchern erreicht. Bei 100 Führungen wurden im vergangenen Jahr 1855 Besucher registriert. Das waren 58 Besucher weniger als im Jahr 2015. „Wir lassen uns aber nicht verdrießen, sondern gehen frohen Mutes und guter Hoffnung auch in diesem Jahr wieder zu Werke“, betonte Kreft.

Nach wie vor soll auf die Werbung ein großes Augenmerk gelegt werden. Ebenso auf die Werbung jüngerer Mitglieder. Des Weiteren gab der Vorsitzende bekannt, dass Axel Kosanke nicht mehr als Betriebsleiter zur Verfügung steht und Wolfgang Scholz diesen Posten übernommen hat. Sonja Kramer und Willi Breves wurden für jeweils 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Torge-Mathis Janack wurde nach alter Tradition zum „Schlepper“ befördert. „Das ist die unterste Stufe in der Hierarchie der alten Bergleute“, erklärte Kreft. Torge sei nun 16 Jahre alt und dürfe nun auch unter Tage arbeiten. Demnächst soll mit einer Grundsanierung des Hüttenstollens begonnen werden.



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