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Landeskabinett entscheidet Ende September / Projekt ist bei Negativvotum gefährdet / EVP-Chef Pöttering zu Besuch

Museums-Erweiterung hängt an den EU-Fördermitteln

Bückeburg (rc). Wenn das niedersächsische Landeskabinett in seiner Sitzung Ende September die entsprechende Förderrichtlinie verabschiedet, wird das Hubschrauberzentrum EU-Gelder für die lange geplante Erweiterung des Museums erhalten. Das ist das Ergebnis eines Besuchs, zu dem gestern Mittag der Fraktionsvorsitzende der Europäischen Volkspartei im EU-Parlament, Prof. Hans-Gert Pöttering, im Museum war.

veröffentlicht am 26.08.2006 um 00:00 Uhr

Falls die Landesregierung der Richtlinie nicht wie erwartet zustimmt, steht der Neubau - zumindest in der bisher geplanten Form - auf der Kippe. Denn um das Projekt wie geplant komplett allein zu schultern, fehlt dem Museum nach Informationen unserer Zeitung eine knapp siebenstellige Summe. Rund 2,6 Millionen Euro sind bisher für den Erweiterungsbau, geplant von dem Bonner Architekten Prof. Joachim Schürmann, veranschlagt. Da durch bereits gesammelte Spenden aus Industrie, von Privatpersonen, Stiftungen sowieöffentlichen Zuschüssen die Kofinanzierung - also mindestens 50 Prozent können aus eigenen Mitteln aufgebracht werden - gesichert sei, sehe er aber sehr gute Chancen, dass das Projekt gefördert wird, sagte Pöttering weiter. Seitens der EU bestünden keine Bedenken, da das Museum die Voraussetzungen der EU-Förderrichtlinie erfülle: "Es ist nun eine Entscheidung der Landesregierung." Eine Aussage, die von Vertretern des Museums wie den Vorständen Wolfgang Raschke und Jürgen Harmening sowie dem CDU-Landtagsabgeordneten Friedel Pörtner deutlich optimistisch aufgenommen wurde. Es liege ein schlüssiges, bis ins letzte Detail ausgearbeitetes Konzept vor, das bereits zahlreichen Vertretern der Landesregierung und des Landesparlaments erörtert worden ist. Harmening: "Wir haben aus Hannover deutlich Signale gehört, dass die Museums-Erweiterung als förderungswürdiges Projekt angesehen wird." Pörtner: "Wenn wir ein gutes, qualifiziertes Konzept vorlegen, sind die Chancen groß." Deutlich wurde aber auch, dass der lange angestrebte Baubeginn noch in diesem Jahr nicht zu halten ist. Niedersachsen erhält erst mit der Aufnahme in den europäischen Regionalfond zur Förderung strukturschwacher Gebiete am 1. Januar 2007 entsprechende EU-Mittel. Vorher ist ein "physischer Baubeginn" nicht erlaubt, um die Zuschüsse nicht zu gefährden. Wohl aber darf weiter geplant und an der Bauvorbereitung gearbeitet werden. Als möglichen Baubeginn nannte Harmening den Spätsommer 2007. Vorher dürften nach seiner Einschätzung die erforderlichen Genehmigungen nicht vorliegen. Der spätere Baubeginn bringt die Verantwortlichen des Hubschrauberzentrums allerdings ein wenig in die Bredouille: Ein Teil der eingesammelten Gelder ist an einen Baubeginn noch in diesem Jahr gekoppelt. Sollte das Landeskabinett der Förderlinie entsprechend zustimmen, müsse umgehend das Gespräche mit den Stiftungen gesucht werden, sagte Raschke.

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