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Dr. Stefan Meyer zeigt Probleme für die künftige Entwicklung auf / Besucherzahlen steigen

Museum: Profil als eigenständiger Kulturplatz

Rinteln (ur). Eine erfolgreiche Bilanz konnte der Heimatbund der Grafschaft Schaumburg auf seiner jüngsten Jahreshauptversammlung für das Museum Eulenburg in Rinteln vorlegen - wobei Museumsleiter Dr. Stefan Meyer nicht umhin kam, auch die Probleme für die künftige Entwicklung darzulegen.

veröffentlicht am 23.06.2007 um 00:00 Uhr

Museumsleiter Dr. Stefan Meyer bei Dreharbeiten des Fernsehens i

Im Vergleich zum Jahre 2005 konnte das Museum die Besucherzahlen im Jahre 2006 um nahezu 20 Prozent auf 6200 steigern - wobei die Einnahmenentwicklung noch günstiger verlief: Immerhin ergab sich mit nahezu 13 000 Euro ein Zuwachs vonüber 3000 Euro. Natürlich sind das keine Zahlen, mit denen der personalintensive Betrieb der Institution aufrecht erhalten werden kann und auch nennenswerte Beträge für Ankäufe und Programmgestaltung lassen sich damit nicht aus eigener Kraft erwirtschaften - sie belegen aber die wachsende Akzeptanz des Museums inder Bevölkerung und seine Bedeutung auch für auswärtige Besucher, die speziell zu den Sonderschauen eigens anreisen. Entsprechend angewachsen sind auch die Anforderungen an die Museumspädagogik, die von Sabine Runge koordiniert wird. Eng wird es inzwischen bei fünf bis sechs Ausstellungen im Jahr bei der Riege der Ehrenamtlichen: Hier sucht das Museum noch händeringend nach interessierten Mitarbeitern, die etwa die Aufsicht führen oder am Aufbau der Sonderschauen mitwirken. Bemerkenswert: die Ausstellungseröffnungen haben sich inzwischen zu gesellschaftlichen Ereignissen entwickelt, bei denen die Besucher regelmäßig in hellen Scharen in das Museum strömen - und durch Erzählcafé, Lichtbildvorträge und andere Veranstaltungen bekommt das Museum zusätzliches Profil als eigenständiger Kulturplatz. Gemeinsam mit dem Land Niedersachsen und dem Museumsverband für Niedersachsen und Bremen hat die Sparkassenstiftung inzwischen ein Pilotprojekt zur Museumsregistrierung durchgeführt, dem sich auch das Museum in Rinteln gestellt hat. Trotz aller Ausstellungserfolge bleibt aber abzuwarten, ob die Ergebnisse in allen Bereichen befriedigend sein werden: "Unser Problem ist, dass wir trotz inzwischen durchgeführter Dokumentation der Bestände in Magazin und Bibliothek immer noch keine befriedigende räumliche Lösung gefunden haben, um diese Schätze auch tatsächlich angemessen nutzen und damit auch zugänglich machen zu können", klagt dazu Dr. Meyer. Etwas "Luft" erhofft man sich durch Planungen inZusammenarbeit mit der Schaumburger Landschaft, die renovierte Zehntscheune in Obernkirchen künftig als gemeinsames Magazin der Schaumburger Museen für größere Exponate nutzen zu können - also beispielsweise für landwirtschaftliche Gerätschaften oder die in Regie des Heimatbundes renovierte Kutsche. "Aber auch dann brauchen wir noch dringend gut zugängliche, zugleich aber trockene und abgesicherte Unterbringungsmöglichkeiten für die kleineren Objekte und die Bibliothek." Erhebliche Mieten dafür kann der Heimatbund nicht aufbringen - aber angesichts erheblicher Leerstände im Bereich der Althausbestände hofft man auf Förderer, die entsprechende Räumlichkeiten kostengünstig oder gar umsonst zur Verfügung stellen können. EinenÜberblick auf das Ausstellungsprogramm im kommenden Halbjahr veröffentlichen wir an dieser Stelle in der kommenden Woche.



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