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Handel freut sich über den Wintereinbruch

Mütze her, oder ich erfriere!

Hameln (wul). Mütze? Her damit! Den dicken Wintermantel auch und die Handschuhe auch. Winterware hatte nach dem Kälteeinbruch am Samstag Hochkonjunktur und hat den Geschäften, die entsprechende Waren vertreiben, klingende Kassen beschert. „Gut, dass der Winter uns erreicht hat“, bestätigt Holger Wellner vom Einzelhandelsverband, was am Wochenende zu beobachten war: Für dieses Wetter ist nicht jeder passend ausgerüstet, bei vielen gab es Nachholbedarf, der gedeckt wurde und so die Umsätze in die Höhe getrieben hat.

veröffentlicht am 21.12.2009 um 11:56 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Hameln (wul). Mütze? Her damit! Den dicken Wintermantel auch und die Handschuhe auch. Winterware hatte nach dem Kälteeinbruch am Samstag Hochkonjunktur und hat den Geschäften, die entsprechende Waren vertreiben, klingende Kassen beschert.

„Gut, dass der Winter uns erreicht hat“, bestätigt Holger Wellner vom Einzelhandelsverband, was am Wochenende zu beobachten war: Für dieses Wetter ist nicht jeder passend ausgerüstet, bei vielen gab es Nachholbedarf, der gedeckt wurde und so die Umsätze in die Höhe getrieben hat. „Klar – T-Shirts haben ganz andere Bons als Winterware“, sagt Wellner über die Summen, die auf den Kassenzetteln stehen. Ob Thermojacken oder dicke Socken – alles, was warm hält, lief gut.

Unmittelbar betroffen, weil unmittelbar am Ort des frostigen Geschehens: Lutz Kulbach, der mit seiner Hütte auf dem Weihnachtsmarkt jetzt den Nerv trifft. Er verkauft Wollmützen, Wollhandschuhe, Wollstirnbänder, Wollpullover, … Die Leute hätten nicht mal mehr den Spiegel sehen wollen, den er ihnen bei der Anprobe anbietet, erzählt Kulbach. „Gib mir ’ne Mütze“, sei die Ansage am eisigen Samstag gewesen, „wie’s aussieht, ist egal“.

Nicht ganz so uneitel aber ähnlich zielstrebig ist auch am Sonntag Melanie Bargemann aus Nienburg. Mit rotgefrorenen Ohren stöbert sie am Stand, um spontan zu kaufen, was zuhause liegen geblieben war: eine Mütze. Einen Meter weiter wühlen sich auch Christiane Kisé aus Langenhagen und Doris Kaddatz aus Lehrte durch die bunte Kopfbedeckung. Dem Verkäufer Kulbach gefällt’s: Noch vor wenigen Tagen habe er schon gegenüber dem Fernsehsender Sat1 gesponnen, dass er bei diesem soften Winter eigentlich die selbst gestrickten Badehosen anbieten müsste.

Trotz des rollenden Rubels für warme Ware seien die Erwartungen des Einzelhandels am letzten Samstag vor Weihnachten nur zum Teil erfüllt worden, sagt Wellner. Bleiben noch dreieinhalb Einkaufstage inklusive Heiligabend, an denen das spät angelaufene Weihnachtsgeschäft noch anziehen könnte.



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