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Zum bundesweiten Weiterbildungstag / Trainingscenter beginnt am 1. Oktober

"Müssen uns um Jugend kümmern": Bildungszentren helfen bei Jobsuche

Rinteln (mld). "Bei der Aus- und Weiterbildung müssen wir uns vor allem um die Rintelner Jugend kümmern", betont Jörg Östermann, Regionalleiter des Technologie- und Bildungszentrums Paderborn (tbz), anlässlich des zweiten deutschen Weiterbildungstages, der am gestrigen Freitag in über 500 Städten begangen wurde. Im Rahmen dieses Tages haben das tbz und das Schaumburger Job-Center mit einem Stand auf dem Rintelner Marktplatz über Weiterbildungsmöglichkeiten in Rinteln informiert. Unterstützung bekamen Jörg Östermann und Harald Niemann vom Job-Center dabei von Rintelns Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz.

veröffentlicht am 27.09.2008 um 00:00 Uhr

Valentina Hallberg (v.l.), Werner Tünge, Jörg Östermann, Thorste

"Mit dem tbz können wir endlich Weiterbildungsmaßnahmen vor Ort anbieten", lobte dieser. Seit April vergangenen Jahres hat das Rintelner tbz seinen Sitz in dem Gebäude des ehemaligen Marktkauf-Baumarktes. Bei der Unterstützungsarbeit von Aus- und Weiterbildungen möchten tbz und Job-Center vor allem auf frühe Berufsorientierung setzen: "Wichtig ist, dass schon Kindern und Jugendlichen berufliche Perspektiven aufgezeigt werden", erklärte Jörg Östermann. So bietet das tbz Förderprogramme an, in denen sozial oder persönlich benachteiligte Jugendliche einen Schulabschluss machen können und anschließend in eine betriebliche Ausbildung vermittelt werden. Neben den "klassischen" Weiterbildungsmaßnahmen wie das Trainieren von Beratungsgesprächen oder der Unterstützung bei der Jobsuche bieten tbz und Job-Center das Trainingscenter an, das ab Anfang Oktober zum zweiten Mal in Rinteln stattfindet: "Arbeitssuchende können zwölf Wochen lang in elf verschiedene Branchen hereinschnuppern", erklärte Herbert Niemann. Das geschieht imtbz oder einem Kooperationsbetrieb. Arbeitssuchende können herausfinden, ob sie sich zum Beispiel für die Holz-, Elektro- oder EDV-Branche eignen. In jedem Bereich werden dafür grundlegende Kenntnisse vermittelt. In dem Bereich, der die Arbeitssuchenden am meisten interessiert, kann ein Praktikum absolviert werden. "Aber bei jeder Aus- oder Weiterbildung bleibt die Frage: Wer bezahlt sie?", so tbz-Pressesprecherin Valentina Hallberg. tbz und Job-Center haben sich den "Bildungsgutschein" ausgedacht: Nach einer Eignungsfeststellung wird festgelegt, welche Form der Weiterbildung das Job-Center bezahlt. Mit dem Gutschein können sich die Arbeitssuchenden nach einem Ausbildungsplatz umsehen. "So hat der Kunde die freie Wahl zwischen den Betrieben", erklärt Harald Niemann das Konzept. Zudem garantiere das System des Bildungsgutscheines die Qualität der Ausbildungsstätten: Die Betriebe müssen sich zuerst zertifizieren lassen. Doch nicht nur Arbeitssuchende können über das tbz nach ihrem Traumberuf suchen, auch Firmen können an das Bildungszentrum herantreten und ihren Bedarf an speziell qualifizierten Facharbeitern melden. "Ein Konzept, dass sich in Hameln im Hydraulik-Bereich gut bewährt hat", meint Jörg Östermann. "Auch in Rinteln ist Potenzial für diese Maßnahme da." Das Rintelner tbz habe mit am Ort ansässigen Dienstleistern bereits "Kontakte geschlossen", doch bisher hat noch keine Firma von diesem Angebot Gebrauch gemacht.

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