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Bildungsausschuss diskutiert Aufnahme von Kindern an der neuen Stadtteilschule in Dankersen

Müssen die Bückeburger draußen bleiben?

Minden/Bückeburg (mt). Dürfen Kinder aus Niedersachsen in Minden zur Schule gehen? Diese Frage beschäftigte jetzt den Bildungsausschuss des Rates der Stadt Minden im Zusammenhang mit der neuen Dependance der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule (KTG). Anlass für die Diskussion war das Thema Schülerbeförderung. Auch Kinder ausPetershagen, Frille, Porta Westfalica und Cammer besuchen nämlich die neue Stadtteilschule an der Dankerser Olafstraße. Deren Schulwege sind umständlich, die Bustaktung zwingt sie zu teils stundenlangen Wartezeiten am ZOB in der Mindener Innenstadt.

veröffentlicht am 01.10.2008 um 00:00 Uhr

Die Eröffnung der Gesamtschule in Dankersen im Sommer dieses Jah

Doch das war es nicht, was die Mindener Bildungspolitiker zum Grübeln brachte. Sie beschäftigte vor allem die Frage: Dürfen die Kinder überhaupt diese Schule besuchen? Vor allem die daraus entstehenden Kosten beschäftigte die Politik. Zumindest sollte Bückeburg das Geld für die Schülerbeförderung bezahlen, so CDU-Politiker Ulrich Stadtmann: "Man kann doch nicht sagen, die KTG kann aufnehmen, wen sie will, und die Stadt Minden trägt die Kosten für alle." Auch Günter Gäbler (SPD) fragte kritisch: Wurden Mindener Kinder vielleicht sogar zugunsten von Niedersachsen, Portanern und Petershägern abgewiesen? Er will wissen: "Wieso wurden Kinder aus Minden nicht genommen?" Dieter Stuke, Schulleiter der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule und der Dependance auf dem Rechten Weserufer, erklärte dazu: Beim jüngsten Aufnahmeverfahren mussten Kinder in der Menge von rund zweieinhalb Klassen abgewiesen werden. Aus dem Bereich Dankersen und Rechtes Weserufer seien aber alle aufgenommen worden. 14 niedersächsische Kinder besuchten jetzt die Stadtteilschule in Dankersen - zum größten Teil wären diese auch schon zu Mindener Grundschulen gegangen, erklärte Stuke ergänzend: "Die Kriterien für diese Aufnahme sind klar mit der Bezirksregierung in Detmold abgestimmt." Und: "Für uns ist das ganz klar eine Stadtteilschule" - Schwerpunkt: Rechtes Weserufer. Philipp Koch, zuständiger Bereichsleiter bei der Stadtverwaltung sieht das anders. Für eine Aufnahme von Schülern aus Niedersachsen sei die Zustimmung des Schulträgers nötig - also die der Stadt Minden. Eine solche habe es aber nicht gegeben. Die Rechtsabteilung der Bezirksregierung habe das klar formuliert. "Das alles ist kein Problem, solange Mindener Schüler nicht abgewiesen wurden." Im Ausschuss hatte er bereits gesagt, offensichtlich seien in der Tat auswärtige Schüler ohne Kenntnis des Schulträgers aufgenommen worden. Ob das tatsächlich so sei, werde er auf der Basis der Schulstatistik ermitteln, die bis zum 15. Oktober abgeliefert werden muss - und zwar dann "mit allen, auch rechtlichen, Konsequenzen." Und dann "werde ich sicherlich auf die Schulleitung der KTG zukommen".



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