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Müllgebühren sinken geringfügig

Landkreis (jpw). Die Abfallgebühren werden 2007 voraussichtlich um 23 Cent pro Person und Jahr gesenkt. Der Umweltausschuss des Landkreises hat gestern die entsprechende Gebührenkalkulation der Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg (AWS) einstimmig dem Kreistag zur Annahme empfohlen.

veröffentlicht am 05.10.2006 um 00:00 Uhr

Die Preise auf dem Weltmarkt - insbesondere für Holz, Stahl und Papier - steigen, die Vermarktung der sortierten Rohstoffe ist für die AWS an ihrem Standort in Sachsenhagen mittlerweile ein einträgliches Geschäft. Dazu kommt nach den Worten von Geschäftsführer Bernd Insinger die "gute Auslastung" der auf die knapp doppelte Kapazität des aus Schaumburg anfallenden Abfalls ausgelegten Anlagen im Entsorgungszentrum. Für die Be- und Verarbeitung der rund 20 000 Tonnen Schaumburger Abfalls wären laut Insinger Investitionen von rund 8,5 Millionen Euro notwendig gewesen. Der Bau einer Anlage doppelter Kapazität habe dagegen im Verhältnis nur 11,5 Millionen Euro gekostet. In dieser Anlage wird gegenwärtig unter anderem auch Abfall aus dem westfälischen Unna biologisch aufbereitet. "Die Kosten pro Tonne sinken erheblich", sagte Insinger bei der Sitzung in Sachsenhagen. Dieser Vorteil soll sich für die Schaumburger Haushalte auszahlen. Der Ausschuss beschloss einstimmig, die Gebühren für Bioabfallentsorgung "nach unten zu glätten" und die Gebührensätze für Altpapierentsorgung zu halbieren. Konkret bedeutet dies, dass die durchschnittlichen Gebühren für die Abfallentsorgung für die nächsten drei Jahre von 62,34 Euro auf 62,11 Euro pro Person sinken werden. Landkreis-Dezernent Karl-Erich Smalian betonte, dass die Abfallgebühren in den letzten zehn Jahren bundesweit um 10,5 Prozent gestiegen seien, während in Schaumburg die Gebühren stabil geblieben seien. Nun sollen die Gebühren sinken, "verursachergerecht und Vermeidungsanreize schaffend".

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