weather-image
15°
AWS: Schaumburger trennen auf hohem Niveau verlässlich Abfall - und belohnen sich damit selber

Müllgebühren bleiben bis Ende 2009 stabil

Landkreis (ssr). Auf hohem Niveau und verlässlich trennen die Bürger in Schaumburg Wertstoffe, die Menge an Restmüll wird dabei immer noch etwas kleiner. "Ein Kompliment an die Bürger" spricht dafür der Geschäftsführer der Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg (AWS), Karl-Erich Smalian, aus.

veröffentlicht am 05.08.2008 um 00:00 Uhr

0000495119.jpg

Die Zahlen sprechen für sich: Während ein Bürger in Schaumburg 2007 im Durchschnitt rund 75 Kilogramm an Restmüll "produzierte", waren es in der Region Hannover 182 Kilogramm - ein immenser Unterschied. Auch in anderen umliegenden Kreisen ist die Menge höher als hier. Fast die Hälfte aller Schaumburger Haushalte kommen mittlerweile mit einer 40-Liter-Tonne aus, "dem kleinsten Pott", wie es der Technische AWS-Geschäftsführer Bernd Insinger im Pressegespräch formulierte. In allen benachbarten Kreisen seien fast nur 60- oder 80-Liter-Tonnen zu sehen. Nach Smalians Eindruck trennen viele Schaumburger ausÜberzeugung derart gewissenhaft wiederverwertbare Stoffe ab. Eine Rolle spiele freilich auch die "steuernde Gebührenpolitik": In Schaumburg kostet die Nutzung der Restmülltonne im Verhältnis zur Grundgebühr deutlich mehr als etwa in Hannover, und das zeige Wirkung. Durch ihr gutes Mitmachen bei der Abfalltrennung "belohnen sich die Bürger selber", so Smalian, indem sie zu stabilen Abfallgebühren beitrügen. Denn diese sind mit rund 60 Euro pro Jahr und Einwohner seit nunmehr schon 15 Jahren unverändert - trotz in diesem Zeitraum enorm gestiegener Kosten bei Löhnen, Energie und technischem Aufwand für die Abfallbehandlung.Um diese Mehrkosten auszugleichen, sind nach den Worten von Insinger zudem "immer intelligentere und rationellere Betriebsabläufe" sowie AWS-Erlöse auf dem freien Markt (siehe Kasten) nötig. Mindestens bis Ende 2009 werden die Gebühren unangetastet bleiben, fügte Smalian hinzu. Nach wie vor ist die Restmüllbehandlung der teuerste Aspekt der Abfallbehandlung. Die Deponierung ist am kostspieligsten, darum wandert dorthin nur noch ein minimaler Anteil. Laut Insinger war die Laufzeit der Sachsenhänger Deponie ursprünglich bis 2018 geplant, aus heutiger Sicht wird sie erst im Jahr 2032 verfüllt sein. Ein immer größerer Anteil des Restmülls wird zu Ersatzbrennstoffen umgewandelt, ein weiterer Anteil zur Müllverbrennungsanlage gebracht - beides verursacht Kosten, die aber geringer sind als die Deponierung. Im Unterschied zu früheren Jahren lassen sich bei Wertstoffen mittlerweile Erlöse erzielen, die allerdings "starken Preisschwankungen auf dem Weltmarkt unterliegen". Insinger nannte Beispiele: Für eine Tonne sortenreines Altpapier werden derzeit zwischen 50 und 80 Euro pro Tonne bezahlt, für eine Tonne Altmetall so um die 300 Euro pro Tonne, beim Altholz gehe die Kurve gerade heftig nach unten (15 Euro pro Tonne).



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt