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Referentin Bärbel Neumann fordert Teilnehmerinnen beim Frühstückstreffen für Frauen zum Handeln auf

"Mülle ich noch ... - ... oder lebe ich schon?"

Bad Eilsen (sig). Die Diplom-Psychologin Bärbel Neumann appellierte an ihre Zuhörerinnen beim Frühstückstreffen der Frauen im Eilser Kursaal, sich von dem inneren und äußeren Müll zu befreien. Sie empfahl eine groß angelegte Befreiungsaktion, bei der die Reihenfolge nicht so sehr im Vordergrund steht. Wichtig sei nur: Sowohl der sichtbare - also allgegenwärtige - Müll müsse ebenso weg wie der im Gefühlsleben angesiedelte. Sich von diesem Ballast zu verabschieden, wirke im hohen Maße befreiend.

veröffentlicht am 15.10.2007 um 00:00 Uhr

Das Geschwistertrio Simon, Miriam und Kevin Tielmann (großes Bil

Die 41-jährige Mutter von drei Kindern kommt aus Dissen, ist mit einem Pastor verheiratet und arbeitet unter anderem in einer Bildungsinitiative im Bereich Seelsorge und christliche Lebensberatung mit. Bereits seit 16 Jahren ist sie als Referentin bei Frühstückstreffen in Deutschland unterwegs und weißnatürlich auch durch ihre Psychotherapiepraxis, wo viele Frauen der Schuh drückt. Zum Entsorgen desäußeren Mülls empfiehlt sie: Nacheinander jeden Raum entmüllen. Alle Schubladen und Regale leer räumen und nur das zurücklegen, was auch wirklich dorthin gehört, und dafür dann feste Aufbewahrungsorte einhalten. Was gut erhalten sei, aber nicht mehr benötigt werde, solle man verschenken. "Bei jedem Umzug werden Sie merken, was Sie alles anÜberflüssigem besitzen, und welche Kartons ungeöffnet schon Jahre auf dem Boden stehen", versicherte Bärbel Neumann. Wer die Selbstbeschränkung auf das Notwendige schaffe, der sei danach in der Lage, sich in seiner Wohnung oder in seinem Haus Wohlfühlbereiche zum Entfalten zu schaffen. Als Konsequenz aus dem Nichthandeln bezeichnete die Psychologin, dass die "Pflege" des Chaos in den eigenen Räumen den Menschen davon abhalte, sich mit sich selbst zu befassen. Und gerade dort gebe es vielfach eine Fülle von Altlasten, die dringend der Beseitigung harren. Dabei gehe es nicht nur allein um das Verhältnis zum eigenen Mann und zu den Kindern. Vielmehr solle jede Frau sich auch die Fragen stellen: "Wohin möchte ich mich entwickeln? Welche Rolle möchte ich in der Familie spielen?" Sie sollte zugleich sich irgendeines noch vorhandenen Grolls ein für allemal entledigen und nach vorn schauen. Bärbel Neumann: "Wir Deutschen sind Weltmeister im Müllsortieren, aber wir sollten uns auch einmal fragen: Wie steht es mit dem Müll im Lebenshaus?" Ohne Vergebung sei kein Neuanfang möglich. Jeder sollte sich von Gott gewollt und gelobt fühlen. Jesus bezeichnete die Referentin als den größten Müllsammler aller Zeiten. Als ein Beispiel für mitgeschleppten Ballast erwähnte die Psychologin eine Statistik, wonach ein junger Mensch bis zu seinem 18. Lebensjahr an die 150 000 Negativaussagen gemacht habe. Deshalb unterstrich Neumann die Aufforderung, sich früh Freiräume zu schaffen, die mit positivem Denken ausgefüllt werden. Jeder solle sich in Abwandlung eines Werbespruches fragen: "Mülle ich noch - oder lebe ich schon?" Die Moderation des Treffens hatte Christina Blümel. Das Obernkirchener Geschwistertrio Simon (10), Miriam (14) und Kevin (16) Tielmann von der Schaumburger Musikschule sorgte für musikalische Einlagen.

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