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Umweltsünder entsorgen Grünschnitt und Plastik in Haste / Appell an Vernunft

Müll im Wald: Förster "machtlos"

Haste (mgu). Das Problem besteht seit Jahren, aber in den vergangenen Monaten habe es sich verschärft, sagt Hastes Revierförster Heiner Wrede: Große Mengen an Grünabfällen und Plastikmüll werden illegal im Haster Wald entsorgt. Der Müll stammt nach Angaben der Revierförsterei von Bewohnern der Grundstücke im Randbereich des Waldes.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 13:33 Uhr

Förster Heiner Wrede ist wütend. Der Haster Wald wird von einige

"Die Bürger sind einfach zu geizig, ihren Müll anständig zu entsorgen", ärgert sich Wrede. Der einstige Haster Bürgermeister steht in Bergen von Rasenschnitt, leeren Dosen und Bechern sowie Bambuspflanzen und kleineren Palmen, die keinesfalls in den heimischen Forst gehören. Seit einigen Monaten nehme die Verschmutzung des Waldes stark zu, sagt Wrede. Dies liege an der Besiedelung weiterer Neubaugebiete in der Umgebung. Deshalb stehen in erster Linie Bewohner der neuen Grundstücke im Randbereich des Waldes als Umweltverschmutzer unter Verdacht. Eine Rolle spiele auch die Erhöhung der Müllentsorgungsgebühren, meint Wrede. Die Folge: Abfälle auf einer Strecke von rund 15 Kilometern an Waldwegen und in Gräben. Exotische Pflanzen, beispielsweise seien nicht nur als "Kompost" zu deklarieren. Sie verursachten erhebliche Schäden für die Waldflora, sagt Wrede. "Diese Pflanzen können häufig nicht zersetzt werden und behindern das Wachstum der anderen Pflanzen des Waldes. Zudem zerstören die Abfälle den Lebensraum der Tiere, die dort leben." Für die Entsorgung der Abfälle ist der Landkreis zuständig. Letztlich wird hierfür jedoch Steuergeld verwendet. Um der Verschmutzung des Haster Waldes vorzubeugen, hat die Revierförsterei vor einiger Zeit Verbotsschilder aufgestellt. Diese wurden offensichtlich weitgehend ignoriert. "Das ist das Problem - ich kann ja nicht alles und immer wieder kontrollieren", sagt Wrede, "wir sind machtlos." Der Revierförsterei bleibt nichts anderes übrig, als an die Vernunft der Bürger zu appellieren und darum zu bitten, dass sie ihren Müll ordentlich entsorgen. Umwelt- und Klimaschutz beginnen vor der eigenen Haustür.

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