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Martin Netter aus Bakede schließt seine Ausstellung in Lauenau am 14. März / Eine letzte Vision hat er noch

„Mr. Star Trek“ und sein großes Lebenswerk

Bakede/Lauenau. Das Leben im Weltraum und die Filme dazu faszinieren Martin Netter unübersehbar: 100 000 Exponate hat er in verschiedenen Hallen gelagert. 30 Jahre Arbeit liegen hinter dieser unglaublichen Zahl. Star Trek, Battle Star, Galactica, Star Wars und andere Science-Fiction-Serien begleiten den Bakeder seit über drei Jahrzehnten. In der Halle einer Fabrik in Lauenau, die er seit März vergangenen Jahres als Ausstellungsort nutzt, wird es für ihn und seine Sammlung jedoch nicht weitergehen.

veröffentlicht am 06.02.2010 um 11:38 Uhr
aktualisiert am 08.02.2010 um 12:24 Uhr

Klingonen in Lauenau.

Autor:

Jennifer Minke

Bakede/Lauenau. Das Leben im Weltraum und die Filme dazu faszinieren Martin Netter unübersehbar: 100 000 Exponate hat er in verschiedenen Hallen gelagert. 30 Jahre Arbeit liegen hinter dieser unglaublichen Zahl. Star Trek, Battle Star, Galactica, Star Wars und andere Science-Fiction-Serien begleiten den Bakeder seit über drei Jahrzehnten. In der Halle einer Fabrik in Lauenau, die er seit März vergangenen Jahres als Ausstellungsort nutzt, wird es für ihn und seine Sammlung jedoch nicht weitergehen. Die ehemalige Kunststofffabrik soll wieder in Betrieb genommen werden. Er muss die Halle räumen, was er auf der einen Seite bedauert, weil er hier 500 Originalstücke präsentieren kann. Auf der anderen Seite war die Miete auf Dauer zu teuer. Netter ist es leid, dass seine Ausstellung immer wieder von diversen Leuten genutzt wird, er jedoch in keiner Weise davon profitiert. Wegen der schlechten Wirtschaftslage könne kaum noch jemand Geld zahlen. Wie viel Geld er in die Sammlung gesteckt hat, will er nicht verraten. Er schmunzelt nur und sagt: „Ein schönes Haus kann man sich dafür locker kaufen.“ Beim Thema Star Trek und Co. geht es dem Bakeder ganz sicher nicht ums Geld. Er sieht sich nicht mehr als Sammler, sondern als „Behüter von Kulturgut“. Ganz Hollywood, zumindest den Star Trek-Inhalt der Paramount Studios, hat Netter gekauft. Er will die großen und kleinen Werke für die Nachwelt konservieren. Der gebürtige Allgäuer hat nun eine letzte Vision, die er mit seinem Lebenswerk verwirklichen möchte. „Mein Traum ist es, ein richtiges Raumschiff bauen zu lassen. Eingerichtet ausschließlich mit seinen Originalteilen“, sagt er. Nicht nur Star Trek solle enthalten sein. „Ich möchte das interplanetarisch offen halten.“

Der Mann aus Bakede sieht diese Umsetzung als einzige Chance, seine Sammlung für die Nachwelt zu erhalten. Würde er alle Stücke nach und nach verkaufen, zerstreue sich alles und die Gesamtheit würde zerstört. Um diesen Traum zu verwirklichen könnte er sich leicht von einigen Stücken trennen, sagt er: „Ich will dieses letzte Projekt auf Teufel komm raus durchziehen. Die Sammlung muss effektiv erhalten bleiben.“ Ihm schwebt vor, dass in diesem Raumschiff einzelne Quartiere mit den Star Trek-Utensilien ausgebaut werden, die dann von Menschen auf der ganzen Welt gekauft werden können. „Das Raumschiff wäre ein Flucht aus der Realität“, sagt Netter. Freuen würde ihn, wenn sich ein Architekt bereit erklären würde, mit ihm ein Konzept zu entwickeln. So lange er noch in Lauenau ist, hofft er, dass noch so viele Gäste wie möglich seine Ausstellung besuchen. „Diese Form von Präsentation mit 500 Originalstücken wird es so nicht mehr geben“, erklärt „Mr. Star Trek“, so nennen ihn seine Fans. Bis zur Durchführung seines Raumschiff-Traums wird er in Einkaufszentren und Messen ausgewählte Stücke präsentieren.

Infos zu Martin Netter und seiner Firma „Filmwelt“ sind unter www.filmweltcenter.com zu finden. Dort können Führungen durch die Ausstellung gebucht werden.

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