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Struckmeier: Keine Chance auf ein positives Votum des Kreisausschusses gesehen

Motorsportclub sagt gestern Abendüberraschend das Bergrennen ab

Westendorf (wm). Das vom Motorsportclub Schaumburg im ADAC geplante Bergrennen am 18. und 19. August findet nicht statt. Club-Vorsitzender Wolfgang Schmidt und Mitorganisator Werner Struckmeier habenüberraschend ihren Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung für das Rennen im Landschaftsschutzgebiet beim Landkreis Schaumburg zurückgezogen.

veröffentlicht am 23.05.2007 um 00:00 Uhr

Vergeblich: Die Interessengemeinschaft Westendorf hatte sich für

Gestern Abend hätte der Kreisausschuss des Landkreises über den Antrag abstimmen sollen. Wie Klaus Heimann bestätigte, Pressesprecher des Landkreises, läge ihm eine entsprechende E-Mail des Motorsportclubs vor. Daraufhin habe man gestern Abend das Thema von der Tagesordnung abgesetzt. Werner Struckmeier nannte als Begründung für die Absage, dass man aufgrund der Stimmungslage in der Politik keine Chance mehr für eine Zustimmung des Kreisausschusses gesehen habe. Das habe sich für den Motorclub in den letzten Gesprächen deutlich abgezeichnet. Zwar lägen inzwischen alle anderen notwendigen Genehmigungen für das Rennen vor, aber die Zustimmung des Landkreises sei unverzichtbar, da die Unabhängigkeitsstraße im Landschaftsschutzgebiet liege. Bereits seit der ersten Ankündigung hatten die Motorsportfreunde vor allem in der SPD Ablehnung erfahren. So hatte der Ortsrat - möglich geworden durch ein taktisches Manöver des Ortsbürgermeisters bei der Antragsstellung - gegen das Bergrennen votiert. Antje Rinne (WGS) bedauert die Absage, hat aber auch Verständnis für den Motorsportclub, der sich eine "politische Ohrfeige" vom Kreisausschuss nicht mehr habe einfangen wollen. Unverständlich sei ihr nach wie vor die Haltung der Gegner des Rennens vor allem mit Blick auf die beiden jüngst durchgeführten großen Oldtimer-Rallyes im Schaumburger Land. Nichts gegen Oldtimer, aber jedem müsste klar sein, dass dieser Fahrzeuge im Vergleich zu den modernen Maschinen bei Bergrennenwahre "Schadstoffschleudern" seien, so Antje Rinne. Hier werde mit zweierlei Maß gemesssen.



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