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Paddeltour der Stadtjugendpflege auf der Weser fördert den Teamgeist

"Morgen setzen wir uns hinten rein"

Stadtjugendpfleger Stefan Reinecke setzt Nicolas Oye (11) und Aljoscha Rauch (11) auf den Fluss. Foto: mig Bückeburg (mig). Wie kleine Wasserläufer - die Ruder vielbeinig ins Wasser getaucht - jagen die schnittigen Faltboote heran. Von der Strömung des Flusses getragen, waren die Teilnehmer der Paddeltour der Stadtjugendpflege schneller als erwartet am Etappenziel Rinteln.

veröffentlicht am 26.08.2006 um 00:00 Uhr

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Dort mussten erst einmal schmerzende Arme und wehe Hinterteile versorgt werden. Erholen konnten sich die "Rudertouristen" im nahen Freibad. Wer keine Lust hatte, Schwimmen zu gehen, ließ einfach nur die Beine ein wenig im Wasser baumeln. Die elfjährige Marie-Louise Lauenrodt war noch immer ganz aufgeregt. Sie hatte gerade das erste Mal in ihrem jungen Leben ein Kajak gesteuert: "Zunächst war ich schon ein wenig ängstlich," bekennt sie, "aber dann hat es richtig Spaß gemacht". Nach einer Pause nahm sie allen Mut zusammen und entschloss sich, in eines der zweisitzigen Faltboote umzusteigen. Begleitet wurde sie von ihrer neuen Freundin Svenja - die beiden hatten sich hier kennen gelernt. Am Anfang gab es zwar einige Schwierigkeiten - "wir sind voll in die Böschung gekracht" - dank kundiger Helfer waren diese Probleme aber schnell bewältigt. Jetzt sind Marie-Louise und Svenja erst einmal geschafft. Gemeinsam mit den Ehrenamtlichen trinken sie eine kühle Limonade, es wird gelacht und geflachst. "Morgen setzen wir uns hinten rein, und ihr dürft uns paddeln", droht Helfer Björn Isoldt scherzhaft. Für den Abend war ein Gang in die Stadt und Eis essen geplant. Nach dem Nachtlager auf dem Gelände des Kanu-Clubs Rinteln, sollte es am nächsten Morgen schon früh weitergehen. Immer dem "Bogen" der Weser folgend, ruderte die Gruppe zunächst nach Vlotho und von dort zum "Heimathafen" Porta Westfalica. Organisiert hatte den Kurzurlaub Stadtjugendpfleger Stefan Reinecke. Er hofft, dass die Teilnehmer von der Reise auch etwas mit nach Hause nehmen. "Das gemeinsame Paddeln stärkt die Teamfähigkeit, die Kinder gehen inzwischen mehr aufeinander ein."

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